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Gute Frage!

 
Ausgabe 59/3. März 2016
ISSN 1613 - 9240
 
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Sollten Toiletten im Privathaushalt desinfiziert werden? Oder ist das übertriebener Hygienewahn?

Die Antwort in aller Kürze: Normalerweise ist eine Desinfektion im Privathaushalt überflüssig. Nur in einigen Ausnahmefällen kann sie sinnvoll sein, zum Beispiel wenn Familienangehörige an bestimmten Krankheiten leiden.

Werbung und Wahrheit

Glaubt man der Werbung, so scheinen Desinfektionsreiniger für eine „hygienisch saubere“ Toilette zu Hause unbedingt erforderlich zu sein. Doch die meisten Experten sehen das anders: Mikroorganismen sind überall in der Umwelt vorhanden und lösen nicht zwangsläufig Erkrankungen aus. Es ist daher weder erreichbar noch erstrebenswert, dass wir in einer keimfreien Wohnung leben oder ein keimfreies WC benutzen. Durch eine regelmäßige und gründliche mechanische Reinigung wird der Großteil der Keime ohnehin beseitigt. Im Privathaushalt reicht dies völlig aus, eine Desinfektion ist hier – anders als zum Beispiel im Krankenhaus oder Lebensmittelbetrieb – nicht erforderlich. Zur Vermeidung gesundheitlicher Risiken wird neben der Reinigung empfohlen, besonders auf eine gute Händehygiene sowie die richtige Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln zu achten. Diese gelten als wesentliche Faktoren zur Vermeidung von Infektionskrankheiten im privaten Umfeld.

Desinfektion nur in Ausnahmen

Nur in Haushalten, in denen Menschen mit besonderen Erkrankungen leben, kann eine Desinfektion sinnvoll sein, um die Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern oder besonders empfindliche Haushaltsmitglieder zu schützen, zum Beispiel immunsupprimierte Personen. Die Auswahl und Anwendung des Desinfektionsmittels sollte in diesem Fall aber zeitlich begrenzt sein und mit dem Arzt oder Gesundheitsamt abgestimmt werden. Nicht alle Produkte wirken nämlich gegen alle Erreger, daher sind Wirkstoffe und Anwendung des verwendeten Desinfektionsmittels von entscheidender Bedeutung für den Desinfektionserfolg.

Mögliche Risiken

Desinfektionsmittel sind nicht ohne Risiken. Neben negativen Auswirkungen auf die Umwelt wird bei bestimmten Desinfektionswirkstoffen die Auslösung oder Förderung von Allergien und die Bildung von Resistenzen diskutiert. Auch Vergiftungsunfälle kommen immer wieder vor. Desinfektionsmittel sind Biozid-Produkte, die eigentlich der Bewertung und Genehmigung nach EU-Biozidverordnung bedürfen. Für viele Produkte gelten aber Übergangsregelungen, weshalb sie weiterhin zulassungsfrei vermarktet werden dürfen. Dies gilt bis zur Entscheidung über die Genehmigung der Wirkstoffe, längstens bis 31. Dezember 2024.

(js)

Bildnachweis: Fotolia
 
 
 
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