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Neue Verordnung zur Allergenkennzeichnung bei loser Ware

 
Ausgabe 54/4. Dezember 2014
ISSN 1613 - 9240
 
  Heute im Newsletter
   
  Neue Verordnung zur Allergenkennzeichnung bei loser Ware
  EU-Biozid-VO 528/2012: Ausnahmeregelung für Betriebe mit sensiblen Produkten
  Sauberkeit von Luftleitungen jetzt auch in VDI 6022 geregelt
  Unangemeldete Audits: der IFS Food Check
  Wassersparen in Privathaushalten: sinnvoll, ausgereizt, übertrieben?
  Gute Frage!
  Gesandra wünscht frohe Weihnachten…
   
   
Ab Mitte Dezember ist die Allergenkennzeichnung auch bei unverpackten Lebensmitteln vorgeschrieben (gesa aktuell berichtete). Am 28. November hat nun der Bundesrat dem Entwurf für eine nationale Durchführungsbestimmung zur Allergenkennzeichnung bei loser Ware zugestimmt, den das zuständige Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im November neu vorgelegt hatte.

Die Verordnung soll in Kürze in Kraft treten (Veröffentlichung zu Redaktionsschluss noch nicht erfolgt). Damit herrscht endlich Rechtssicherheit, wie die Kennzeichnung von Allergenen bei loser Ware konkret zu erfolgen hat.

Vorläufige Verordnung zur Allergenkennzeichnung verabschiedet

Die ursprünglich vorgesehene Verordnung zur Anpassung nationaler Vorschriften an die Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIVAV - Entwurf vom 15.7.2014) kann nach diversen Einsprüchen der betroffenen Kreise nicht wie vorgesehen in Kraft treten. Daher hat das BMEL die Vorschriften zur Allergenkennzeichnung bei loser Ware aus dem ursprünglichen Entwurf herausgelöst und in einer Vorläufigen Lebensmittelinformations-Ergänzungsverordnung geregelt (VorlLMIEV [PDF]). Der Bundesrat stimmte in seiner Sitzung vom 28. November 2014 dem entsprechenden Verordnungsentwurf zu. Damit können die Regelungen zur Allergenkennzeichnung bei loser Ware noch rechtzeitig („am Tag nach der Verkündung“) in Kraft treten, das heißt spätestens am 13. Dezember 2014 (Stichtag der EU-Verordnung).

Details zur Allergenkennzeichnung bei loser Ware

Zu den nicht vorverpackten Lebensmitteln, der sogenannten losen Ware, gehören Lebensmittel, die
  • ohne Verpackung zum Kauf angeboten werden,

  • auf Wunsch des Endverbrauchers oder des Anbieters von Gemeinschaftsverpflegung am Verkaufsort verpackt werden oder

  • im Hinblick auf ihren unmittelbaren Verkauf vorverpackt und nicht zur Selbstbedienung angeboten werden.
Die Kenntlichmachung der Allergene muss bei diesen Lebensmitteln, wie schon im ersten Entwurf vorgesehen,
  • bezogen auf das jeweilige Lebensmittel,

  • gut sichtbar sowie

  • deutlich und gut lesbar erfolgen.
Dies kann zum Beispiel geschehen
  • auf einem Schild auf dem Lebensmittel oder in der Nähe des Lebensmittels,

  • auf Speise- und Getränkekarten bzw. in Preisverzeichnissen (bei Anbietern von Gemeinschaftsverpflegung),

  • durch Aushang in der Verkaufsstätte oder

  • durch sonstige schriftliche oder elektronische Information, die für den Endverbraucher unmittelbar und leicht zugänglich sein muss.
Dazu gehören zum Beispiel die sogenannte Kladden-Lösung oder computerbasierte Informationsmedien. Der Verordnungsentwurf stellt jedoch heraus, dass der Verbraucher die erforderlichen Angaben vor Kaufabschluss und vor Abgabe des Lebensmittels erhalten muss. Fußnoten sind zulässig, wenn auf diese bei der Bezeichnung des Lebensmittels in hervorgehobener Weise hingewiesen wird.

Mündliche Information nur unter bestimmten Bedingungen

Eine mündliche Auskunft durch den Lebensmittelunternehmer oder einen hinreichend unterrichteten Mitarbeiter soll nun generell zulässig sein – allerdings wurden die Bedingungen dafür verschärft. Mündliche Auskünfte sind nach dem neuen Verordnungsentwurf nur dann ausreichend, wenn
  • dem Endverbraucher auf Nachfrage unverzüglich und vor Kaufabschluss bzw. vor Abgabe des Lebensmittels die entsprechenden Angaben mitgeteilt werden,

  • eine schriftliche Dokumentation der bei der Herstellung verwendeten allergenen Zutaten oder Verarbeitungshilfsstoffe vorliegt und

  • diese schriftliche Dokumentation für die zuständige Behörde und für den Endverbraucher auf Nachfrage leicht zugänglich ist.

  • In der Verkaufsstätte muss zudem auf die mündliche Information bzw. die Möglichkeit der Einsichtnahme in die schriftliche Dokumentation deutlich und an gut sichtbarer Stelle hingewiesen werden.
Das Ministerium betont, dass alle Angaben zuverlässig und nachprüfbar sein müssen. Ohne schriftliche Aufzeichnungen im Hintergrund geht es also nicht! Kunden der Gecos Hygiene + Consulting erhalten ein geeignetes Formular auf Nachfrage. Bitte sprechen Sie uns an!

(js)

Bildnachweis: Fotolia
 
 
 
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