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Gute Frage!

 
Ausgabe 51/6. März 2014
ISSN 1613 - 9240
 
  Heute im Newsletter
   
  Allergenkennzeichnung bei loser Ware
  EU-Biozid-Verordnung in der Diskussion
  Gefährdungsbeurteilung von Trinkwasseranlagen – besser nicht ignorieren!
  Neue BfR-Merkblätter:
Mehr Schutz vor Lebensmittelinfektionen
  Hygieneinspektion an mehreren Standorten?
Gesec macht‘s!
  Gute Frage!
  Gesandra hofft…
   
   
„Was gilt bei Lebensmitteln: Verfallsdatum, Verbrauchsdatum oder Mindesthaltbarkeitsdatum?“

In der Umgangssprache werden diese Begriffe für die Haltbarkeitsangaben bei Lebensmitteln oft durcheinander gewürfelt. Bedeuten sie alle das Gleiche, oder gibt es da Unterschiede?

Die verkürzte Antwort lautet: Im Lebensmittelrecht sind die Begriffe „Mindesthaltbarkeitsdatum“ und „Verbrauchsdatum“ definiert. Zwischen ihnen besteht ein erheblicher Unterschied. Während das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) eher eine Art „Orientierungshilfe“ darstellt, sollte das Verbrauchsdatum (VD) als verbindlicher „Grenzwert“ betrachtet werden.

Gesetzlich genau geregelt

Haltbarkeitsangaben gehören zu den Pflichtangaben für alle verpackten Lebensmittel. Rechtsgrundlage ist in Deutschland seit mehr als 30 Jahren die Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung (LMKV), dort speziell §§ 7 und 7a. Ab Dezember 2014 gilt zudem die EU-Verordnung Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel [PDF], auch als Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) bezeichnet. Beide Rechtsakte besagen im Hinblick auf Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum im Wesentlichen das Gleiche.

Mindesthaltbarkeitsdatum kein Verfallsdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bezeichnet dabei das Datum, bis zu dem ein Lebensmittel bei richtiger Aufbewahrung seine spezifischen Eigenschaften behält, wie etwa Geschmack, Geruch, Farbe oder Konsistenz. Es ist unverschlüsselt mit den Worten „mindestens haltbar bis …“ anzugeben. Sind besondere Lagerbedingungen einzuhalten, sind auch diese mit aufzuführen und sollten eingehalten werden, zum Beispiel „bei max. +4 °C mindestens haltbar bis …“ oder „kühl und trocken lagern“.

Ist das MHD überschritten, bedeutet das nicht automatisch, dass das Lebensmittel verdorben ist. Es muss daher auch nicht unbedingt weggeworfen werden. Vor der Verwendung bzw. Verarbeitung eines Lebensmittels mit abgelaufenem MHD sollte man sich allerdings durch eingehende sensorische Prüfung davon überzeugen, ob es noch in Ordnung ist. Im Handel löst ein abgelaufenes MHD kein Verkaufsverbot aus. Anbieter sind aber verpflichtet, sich davon zu überzeugen, dass das betreffende Lebensmittel einwandfrei ist. Der Preis muss übrigens nicht reduziert werden. Häufig ist das aber der Fall, weil die Produkte schnell verkauft werden sollen.

Verbrauchsdatum ernst nehmen

Ganz anders als beim MHD ist die Rechtslage beim Verbrauchsdatum (VD): Mit einem VD anstatt eines MHD sind solche Lebensmittel zu kennzeichnen, die aus mikrobiologischer Sicht sehr leicht verderblich sind. Das gilt zum Beispiel für rohes Hackfleisch und frisches Geflügelfleisch. Auch bestimmte Fischerzeugnisse, rohe Sprossen, vorgefertigte, geschnittene Salate und andere Lebensmittel tragen heute oft ein Verbrauchsdatum (VD). Das VD ist unverschlüsselt mit den Worten „zu verbrauchen bis …“ anzugeben. Außerdem sind die einzuhaltenden Aufbewahrungsbedingungen hinzuzufügen. Lebensmittel mit abgelaufenem VD gelten als nicht sicher im Sinne der EU-Verordnung Nr. 178/2002 und dürfen daher nicht mehr in Verkehr gebracht werden, das heißt nicht mehr verkauft und auch nicht mehr weiter verarbeitet werden. Auch im Haushalt gehören Lebensmittel mit abgelaufenem Verbrauchsdatum in den Müll.

(js)

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Bildnachweis: Fotolia
 
 
 
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