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I S S N 1 6 1 3 - 9 2 4 0  
  Ausgabe: 17 / 07.12.2006

 INHALTSVERZEICHNIS 
Branchen-News
» Cumarin-Alarm: Weihnachten ohne Zimtplätzchen?
» Schädlingsfreihaltung in Facilities
» Biostoffverordnung - Anforderungen an die Arbeit in Großküchen
» Desinfektion im Haushalt überflüssig
» Arbeitsbekleidung in Lebensmittelbetrieben
Aus der gesa-Gruppe
» Arbeitssicherheit wird in der gesa-Gruppe GROSS geschrieben!
» gemex stellt vor: Kunden- und Qualitätsmanagement
Dienstleistungen und Produkte
» Filter-Integritätstest in Reinräumen
» Hygieneaudit deckt Schwachstellen auf
Medien-Tipp
» Neuauflage der Broschüre: Was tun gegen Ratten und Hausmäuse?
» Unbedingt ansehen: "We feed the world"
Gesandra wünscht...
Leser-Echo
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» Empfehlen, Abmelden, Hinweise


 BRANCHEN-NEWS 
Cumarin-Alarm: Weihnachten ohne Zimtplätzchen?

Für viele Menschen gehört der Duft nach Zimt zur Vorweihnachtszeit wie das Salz zur Suppe: Zimt verbreitet Wärme und Wohlbehagen. Doch seit einigen Monaten geistern Besorgnis erregende Meldungen durch die Presse: Der in Zimt vorkommende Aromastoff Cumarin kann - bei empfindlichen Personen auch schon in niedriger Dosis - die Leber schädigen und im Tierversuch in höheren Konzentrationen Krebs hervorrufen. Sollte man also künftig auf Leckereien mit Zimt verzichten?

Während der teure Ceylon-Zimt nur sehr wenig oder gar kein Cumarin enthält, weist der weit verbreitete, billigere Cassia-Zimt zum Teil sehr hohe Gehalte des bedenklichen Aromastoffes auf - wie übrigens auch der Waldmeister und die oft in der gehobenen Gastronomie verwendete Tonka-Bohne. Eine Unterscheidung, ob es sich um Ceylon- oder um Cassia-Zimt handelt, ist für den Verbraucher aber nur schwer möglich, im gemahlenen Zustand sogar unmöglich, denn weder die Zimtsorte noch der Cumaringehalt sind derzeit kennzeichnungspflichtig.

Werden cumarinhaltige Pflanzenteile, wie zum Beispiel Zimt, zur Aromatisierung eingesetzt, ist der Gehalt an Cumarin nach der Aromenverordnung zwar auf 2 Milligramm pro Kilogramm Lebensmittel begrenzt. Eine Vielzahl von aktuellen Untersuchungen belegt jedoch, dass zimthaltige Produkte teilweise mit extrem hohen Cumaringehalten belastet sind, die ein Vielfaches über diesem Grenzwert liegen. Das Bundesinstitut für Risikoforschung empfiehlt daher, den Verzehr von zimthaltigen Produkten (z.B. Zimtgebäck, Lebkuchen, Milchreis mit Zimt) deutlich einzuschränken. Wer auf Zimt nicht verzichten und trotzdem auf Nummer sicher gehen möchte, sollte Ceylon-Zimt in der Apotheke oder im Reformhaus erwerben - und seine Zimtsterne und Lebkuchen einfach selbst backen.

Weitere Informationen:
Fragen und Antworten zu Cumarin in Zimt und anderen Lebensmitteln (Bundesinstitut für Risikobewertung)
Cumarin in Zimt: Rechtsbruch von Amts wegen (Kritische Chronologie der Verbraucherorganisation "Foodwatch")
Verzehrsempfehlungen für zimthaltige Produkte (Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz)

(js)


Schädlingsfreihaltung in Facilities

Jede von Menschen genutzte Einrichtung ist zugleich potentieller Lebensraum vieler Ungezieferarten. Die negativen Einflüsse dieser Arten auf den Menschen reichen von Belästigungen über Materialzerstörungen bis zur Auslösung echter Krankheiten. Deshalb ist Schädlingsfreiheit anzustreben. Sie kann durch geeignete Maßnahmen erzielt werden. In der Ausarbeitung Schädlingsfreihaltung in Facilities finden Sie detaillierte Informationen und Portraits zu den wichtigsten Schädlingen.

(bm)


Biostoffverordnung - Anforderungen an die Arbeit in Großküchen

Die Biostoffverordnung (BioStoffV) gilt grundsätzlich für alle Tätigkeiten, bei denen Beschäftigte berufsbedingt mit biologischen Arbeitsstoffen in Kontakt kommen können. Also auch in Großküchen. Sie erfasst alle Tätigkeiten mit natürlichen und gentechnisch veränderten Mikroorganismen, Zellkulturen und Human-Endoparasiten, die beim Menschen zu einer Infektion oder übertragbaren Krankheit führen können.

Gefährdungspotenzial für Mitarbeiter in Großküchen liegt z. B. beim Kontakt mit Salmonellen, Schimmelpilzen oder der Entsorgung der Lebensmittel. Bis zum Übergang der Lebensmittel in den organischen Abfall sind die anzuwendenden Hygienemaßnahmen in der "TRBA 500 - Allgemeine Hygienemaßnahmen: Mindestanforderungen" geregelt. Das Einsammeln der Abfälle ist in der "TRBA 213 - Abfallsammlung: Schutzmaßnahmen" festgelegt.

Grundsätzlich muss in Großküchen eine Gefährdungsbeurteilung möglichst unter Beteiligung des Betriebsarztes und der Fachkraft für Arbeitssicherheit durchgeführt werden. Dabei werden die Biostoff-, Gefahrstoff- und Betriebssicherheitsverordnung und das Infektionsschutzgesetz mit berücksichtigt. Die Gesichtspunkte Welche Lebensmittel werden verarbeitet? In welchen Verarbeitungsstufen werden sie angeliefert? Wie werden die Lebensmittel gelagert/zubereitet? Wie werden die Lebensmittel entsorgt? führen dann zur Festlegung geeigneter Schutz- und Hygienemaßnahmen. Gemäß § 12 BioStoffV müssen Betriebsanweisungen erstellt werden. Alle Beschäftigte in Großküchen müssen bei Aufnahme ihrer Tätigkeit und später mindestens einmal jährlich diesbezüglich unterwiesen werden.

Weitere Informationen zur Umsetzung der Biostoffverordnung in Großküchen erhalten Sie von unserer Fachkraft für Arbeitssicherheit, Herrn Marko Förster, unter Foerster_Marko@t-online.de.

(mf/ro)


Desinfektion im Haushalt überflüssig

"Nicht nur sauber, sondern rein!" - Wer kennt diesen viel strapazierten Werbeslogan nicht, der an das Gewissen der deutschen Hausfrau appelliert: Küche, Bad und Kleidung müssen "porentief rein" sein, will man das Wohlbefinden seiner Liebsten nicht gefährden. Das suggeriert zumindest die Werbung für immer mehr Wasch- und Reinigungsmittel, die Desinfektionskomponenten enthalten. Dabei sind Desinfektionsmittel im Haushalt, von wenigen medizinischen Indikationen abgesehen, absolut überflüssig, ja sogar schädlich.

Was in sensiblen Bereichen wie Krankenhäusern, Arztpraxen, Großküchen und in der Lebensmittelwirtschaft sinnvoll und notwendig ist, gilt nämlich nicht für den privaten Gebrauch: Die Konzentration der Wirkstoffe ist dort ohnehin meist zu gering und die Einwirkdauer zu kurz, um einen Desinfektionserfolg zu gewährleisten; schon von daher sind diese Produkte überflüssig. Die Desinfektionswirkstoffe belasten aber auch in erheblichem Ausmaß die Umwelt, indem sie zum Beispiel Wasserorganismen abtöten und Kläranlagen schädigen. Sie können außerdem Allergien und Ekzeme auslösen. Von großer Bedeutung ist auch die Gefahr, dass Mikroorganismen vermehrt gegen bestimmte Wirkstoffe resistent werden. Viele Wissenschaftler vermuten, dass der ausgebildete Resistenzmechanismus die Keime zudem gegen therapeutisch eingesetzte antimikrobiell wirkende Substanzen und Antibiotika unempfindlich machen kann.

Das Umweltbundesamt und das Robert-Koch-Institut appellieren daher seit Jahren an die Verbraucher/innen, auf Wasch- und Reinigungsmittel mit desinfizierenden Komponenten im Haushalt gänzlich zu verzichten (außer bei ärztlicher Verordnung). Normale Hygienemaßnahmen reichen dort nämlich völlig aus, um für die nötige "Reinheit" zu sorgen. Weitere Verbrauchertipps zu Lebensmittelhygiene, Reinigung und Desinfektion gibt das Robert-Koch-Institut in einem Infoblatt.

(js)


Arbeitsbekleidung in Lebensmittelbetrieben

Auch an die Arbeitsbekleidung werden in lebensmittelverarbeitenden Betrieben bestimmte hygienische und arbeitssicherheitstechnische Ansprüche gestellt. Die DIN 10524 "Lebensmittelhygiene - Arbeitsbekleidung in Lebensmittelbetrieben" behandelt die Anleitung zur Herstellung, Auswahl, Nutzung und Wiederaufbereitung von Arbeitsbekleidungen in Lebensmittelbetrieben mit dem Ziel, eine nachteilige Beeinflussung von Lebensmitteln zu vermeiden.

Grundsätzlich sollte die Arbeitskleidung auf die vorhandenen, jeweiligen Arbeitsplatz-Rahmenbedingungen abgestimmt sein. Sie umfasst die Bereiche Rumpf, Arme und Beine, Kopfbedeckung, Bart-, Mund- und Nasenschutz, Handbedeckung, Fußbedeckung und Schürze. In der Norm werden drei Risikoklassen bestimmt: geringes (RK1), hohes (RK2) und höchstes Hygienerisiko (RK3). Tragekomfort, Maßbeständigkeit, Waschechtheit, etc. werden ebenso behandelt wie Ärmellänge, Verschlüsse, Schnitt und Gestaltung der Taschen. Bestimmungen zum Wechsel der Arbeitskleidung - abgestimmt auf die drei Risikostufen -, Reinigung und Desinfektion, Aufbewahrung der Schmutz- und Bereitstellung der Frischwäsche, ordnungsgemäßes Tragen der Arbeitsbekleidung und die mikrobiologische Prüfung der Arbeitskleidung nach der Reinigung/Desinfektion vervollständigen die Richtlinie.

Die DIN 10524 kann beim Beuth-Verlag unter www.beuth.de zum Preis von EUR 50,80 bestellt werden.

(ro)


 AUS DER gesa-GRUPPE 
Arbeitssicherheit wird in der gesa-Gruppe GROSS geschrieben!

"Der Mensch im Mittelpunkt" ist ein Auszug aus der Vision der gesa-Gruppe. Da Mitarbeiter die wichtigste Komponente für eine optimale Dienstleistungserbringung sind, wird sehr großen Wert auf das Thema Arbeitssicherheit gelegt.

Arbeitssicherheit ist in den Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen der gesa-Gruppe gänzlich integriert und dadurch ein fester Bestandteil der Qualitäts- und Umweltschutzprogramme. Diese werden jährlich neu festgelegt und in jedem Quartal durch die Qualitätsmanagementbeauftragten überprüft. Eine externe Fachkraft für Arbeitssicherheit unterstützt und berät die firmeninternen Sicherheitsbeauftragten z. B. durch regelmäßige Begehungen der Arbeitsplätze. Sie schult und unterweist die technischen Mitarbeiter in jährlichen Abständen u. a. zu den Themen Arbeitssicherheit, Organisation der Ersten Hilfe, Brandschutz, Umweltschutz, Umgang mit Gefahrstoffen, Chemikalien, Gefahrgut, Stressprävention nach dem Arbeitsschutzgesetz, Arbeitsstätten-, Betriebssicherheits- und Gefahrstoffverordnung, Infektionsschutzgesetz, Gefahrgutrecht Straße ADR und Vorschriften der Berufsgenossenschaft. Jeder Techniker bekommt neben geeigneter und ausreichender Arbeitskleidung und der persönlichen Schutzausrüstung einen Erste-Hilfe-Rucksack zur Verfügung gestellt.

Aber auch in den Verwaltungsbereichen werden z. B. durch Bildschirmarbeitsplatzanalysen ergonomische und arbeitssicherheitstechnische Aspekte in der Gestaltung der Arbeitsplätze umgesetzt. Brandschutzübungen und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung gehören ebenfalls zum Thema. Regelmäßige Untersuchungen durch den Betriebsarzt, die ausreichende Ausbildung von Ersthelfern und Fahrsicherheitstrainings runden die wichtigsten Maßnahmen der gesa-Gruppe in puncto Arbeitssicherheit ab.

Bei Fragen zur angewandten Arbeitssicherheit in der gesa-Gruppe können Sie sich gerne an anja.rothmund(at)gesa.de wenden.

(asa/ro)


gemex stellt vor: Kunden- und Qualitätsmanagement

Die Kundenbetreuung hat seit Oktober 2006 ein neues Gesicht. Frau Brigitte Megerle unterstützt die Geschäftsführung, betreut die Kunden in allen Fragen des gemex Quality Pest Management QPM® und zeichnet für das Qualitätsmanagement verantwortlich. Darüber hinaus erarbeitet sie für die gemex-Kunden individuelle Konzepte im Bereich der Hygiene und Schädlingsprophylaxe.

Frau Megerle ist Diplomingenieurin für Betriebs- und Lebensmittelhygiene (FH), Geprüfte Schädlingsbekämpferin, Staatlich geprüfte Desinfektorin und Fachkraft für Hygiene mit dem Schwerpunkt "HACCP". Dazu bringt sie Erfahrung aus mehr als 15 Jahren in der nahrungsmittelherstellenden Industrie und mehreren Jahren Schädlingsbekämpfung mit.

Sie erreichen Frau Brigitte Megerle per E-Mail unter brigitte.megerle(at)gesa.de oder telefonisch unter 0821-790 15-200.

(bm)


 DIENSTLEISTUNGEN UND PRODUKTE 
Filter-Integritätstest in Reinräumen

Qualifizierungs- und Requalifizierungsmessungen in Reinräumen und Reinen Bereichen bestehen aus mehreren Abnahmemessungen (s. Newsletter Nr. 15 vom 03.08.2006). Eine dieser Abnahmemessungen ist der Lecktest für Filter / Filter-Integritätstest.

Vor der Reinheitsklassenbestimmung müssen die endständigen HEPA (High Efficiency-Particulate Air)- bzw. die ULPA (Ultra Low Penetration Air)-Schwebstofffilter auf Dichtsitz und Leckfreiheit geprüft werden. Die zu prüfenden Filter werden bei Betriebsluftstrom auf der Rohluftseite (vor dem Filter) mit DEHS (Diethylhexylsebacat/Paraffin)-Prüfaerosol beaufschlagt (mindestens 35 x 106 Partikel/m3). Eine optimale Aerosolverteilung wird erreicht, indem das DEHS-Prüfaerosol vor dem Ventilator abgegeben wird. Die Rohluftkonzentration wird mittels Partikelzähler und einer vorgeschalteten Verdünnungsstufe bestimmt. Simultan wird auf der Reinluftseite (nach dem Filter) lokal bzw. integral nach Leckagen gesucht. Dazu wird die gesamte Luftaustrittsfläche mit der Sonde des Partikelmessgerätes abgefahren. Ein Leck liegt dann vor, wenn der zulässige Durchlassgrad aus VDI 2083-3 überschritten wird. Gefundene Leckagen werden im Messprotokoll dokumentiert. Maßgebende Partikelgröße beim DEHS Belastungs-Test ist > 0,3 µm. Aus den Messergebnissen lässt sich der Abscheidegrad des Filters berechnen.

Fragen und informieren Sie sich weiter bei unserem Fachbereichsleiter Reinraumtechnik Herrn Dieter Petzolt unter Tel.: 0341-2172841 oder unter dieter.petzolt(at)gesa.de.

(dp/ro)


Hygieneaudit deckt Schwachstellen auf

Lebensmittelverarbeitende Betriebe haben besonders hohe Hygieneanforderungen zu erfüllen: Die Einhaltung der sogenannten "Basishygiene" ist unabdingbare Voraussetzung für die Lebensmittelsicherheit. Ohne vernünftige Basishygiene wird zudem jedes HACCP-System zur Makulatur. Doch viele Hygieneregeln existieren bestenfalls auf dem Papier und werden von den Mitarbeitern in der Praxis oft nicht konsequent gelebt. Wie es um die hygienischen Gegebenheiten in einem Lebensmittelbetrieb wirklich bestellt ist, darüber gibt ein Hygieneaudit durch gecos Aufschluss.

Anders als bei einem kurzen Check werden durch die erfahrenen Experten der gecos nicht nur die bauliche und gerätehygienische Situation sowie die Lager- und die Personalhygiene untersucht, sondern auch intensive Einblicke in die betrieblichen Abläufe und Prozesse genommen. Denn nur so lassen sich bestimmte Risikofaktoren aufdecken. Abgerundet wird ein Hygieneaudit durch Gespräche mit Mitarbeitern und Führungskräften sowie einen aussagekräftigen Bericht, der neben den vorgefundenen Mängeln auch praxisnahe Verbesserungsvorschläge aufzeigt und deren Dringlichkeit bewertet.

Noch Fragen? Bitte kommen Sie auf uns zu!
Ihre Ansprechpartnerin bei gecos: Jutta Schedler, Diplom-Biologin,
E-Mail: jutta.schedler(at)gesa.de, Telefon 0821/455 411-22.

(js)


 MEDIEN-TIPP 
Neuauflage der Broschüre: Was tun gegen Ratten und Hausmäuse?

Ratten und Hausmäuse treten weltweit als Schädlinge im Umfeld des Menschen auf. Auch wenn man diese Nager hierzulande selten zu Gesicht bekommt: Es gibt sie auch bei uns. Und sie verursachen nicht nur Schäden, sondern übertragen gefährliche Krankheiten. Die Bedeutung der Bekämpfung kann daher nicht hoch genug eingeschätzt werden. Doch sind viel Sachkunde, Verantwortung und Erfahrung notwendig, um den Nagern Herr zu werden. Die Broschüre "Was tun gegen Ratten und Hausmäuse?", die von der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) herausgegeben wurde, wendet sich an Auftraggeber und Überwacher von Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen und interessierte Laien. Sie gibt einen Überblick über die Biologie von Ratten und Hausmäusen, ihre Bedeutung als Schädlinge und die Möglichkeiten, einem Befall vorzubeugen bzw. Befallsherde zu bekämpfen.

Bezugsquelle beim aid:

Was tun gegen Ratten und Hausmäuse?
von Pelz, Hans-Joachim; Lauenstein, Gerhard; Joermann, Gerhard (Neue Auflage) Bestell-Nr. 1517
ISBN 3-8308-0562-4


(bm)


Unbedingt ansehen: "We feed the world"

Unappetitliche Gammelfleischskandale, verbotene Pestizide, Verstöße gegen den Tierschutz: Kaum ein Tag, an dem man den Fernseher einschaltet, vergeht ohne schockierende Neuigkeiten, die unser aller Lebensmittel betreffen. Und während der eine die Augen verschließt, weil er´s nicht mehr hören und sehen mag, greift der andere verschreckt zum Bio-Apfel. Doch kaum ist ein Skandal aus den Medien verschwunden, geht alles seinen gewohnten Gang, denn wenn´s ums Essen geht sind die Menschen geiziger denn je. Die Folgen dieses Geizes sind Thema einer beeindruckenden Dokumentation, die nun auch auf DVD erschienen ist: "We feed the world - Essen global". Ein wichtiger Diskussionsbeitrag für alle, denen es nicht egal ist, was auf ihrem Teller liegt.

Der österreichische Filmemacher Erwin Wagenhofer hat sich in diesem Film die durch und durch industrialisierte Landwirtschaft vorgenommen und weist auf unangenehme Dinge hin, die man am liebsten gar nicht wissen will: Gigantische Mengen an Brot, die täglich vernichtet werden, vollautomatisierte Schlachtungen, ganze Landstriche, die mit Gewächshäusern zugepflastert sind. Doch das ist nicht alles: Wagenhofer zeigt wichtige Zusammenhänge in einer globalisierten Welt, kommt dabei aber ohne erhobenen Zeigefinger aus. Er lässt Landwirte, Fischer, Transporteure und Industriebosse zu Wort kommen, die die Folgen der industriellen Massenherstellung ebenso deutlich machen wie die Unvernunft der Verbraucher, den Preis über die Qualität zu stellen. Durch den Film ziehen sich außerdem Kommentare des UN-Sonderberichterstatters für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler. Der wirkt zuweilen zwar etwas hilflos, spricht aber nichtsdestotrotz eine bewundernswert klare Sprache.

"We feed the world" ist überall im Handel auf DVD erhältlich (ca. 17 Euro). Das gleichnamige Buch zum Film ist bei Orange Press erschienen (ISBN 978-3-936086-26-3) und kostet ca. 20 Euro. Weitere Informationen: www.we-feed-the-world.at und www.essen-global.de.

(js)


 GESANDRA WÜNSCHT... 
... Ihnen mit dem gesamten Redaktionsteam eine schöne Adventszeit, erholsame Weihnachtsfeiertage und einen guten Start ins neue Jahr.

Schenken

Schenke groß oder klein,
Aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten
Die Gaben wiegen,
Sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei
Was in dir wohnt
An Meinung, Geschmack und Humor,
So dass die eigene Freude zuvor
Dich reichlich belohnt.

Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
Dass dein Geschenk,
Du selber bist.

Joachim Ringelnatz

(ro)


 LESER-ECHO 
Ihre Meinung ist gefragt!
Wie hat Ihnen unser Newsletter gefallen? Sagen Sie uns Ihre Meinung, denn nur so können wir uns weiter verbessern. Auf Ihre Anregungen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge freuen wir uns sehr. Auch Linktipps und sonstige Informationen sind uns jederzeit willkommen. Herzlichen Dank!

Ihr Redaktionsteam redaktion(at)gesa.de

(ro)


 IMPRESSUM 
Dieser Newsletter wird 6x pro Jahr herausgegeben von:
gesa-Gruppe · Gubener Straße 32 · 86156 Augsburg ·
Telefon: 08 21/7 90 15-0 · Fax: 08 21/7 90 15-399 · E-Mail: redaktion(at)gesa.de
V.i.S.d.P.: Anja Rothmund


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