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I S S N 1 6 1 3 - 9 2 4 0  
  Ausgabe: 16 / 05.10.2006

 INHALTSVERZEICHNIS 
Branchen-News
» Blatta orientalis als Heilmittel bei Wassersucht und Asthma
» Wichtiger Unterschied: Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum?
» Überwachung der Trinkwasserqualität in Gebäuden
» Frisch gepresste Säfte: Vitaminbombe oder Bakterienschleuder?
Aus der gesa-Gruppe
» gemex stellt vor: Die Organisationstalente des Unternehmens
» Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme der gesa-Gruppe lebendig und effektiv
Dienstleistungen und Produkte
» Sanitärhygiene: kostensparende Werterhaltung oder luxuriöse Instandhaltung?
Medien-Tipp
» Neue Broschüre: Gute Wasserqualität in Haus und Wohnung
» Linktipp: Großräumige Rattenbekämpfung
Gesandra glaubt...
Leser-Echo
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» Empfehlen, Abmelden, Hinweise


 BRANCHEN-NEWS 
Blatta orientalis als Heilmittel bei Wassersucht und Asthma

Die orientalische Küchenschabe (Blatta orientalis) ist gemeinhin als Schädling bekannt. Dass sie auch heilende Wirkungen haben kann, wissen nur die wenigsten. Die Küchenschabe wird in Russland seit uralten Zeiten als Volksheilmittel gegen Wassersucht angewendet. Andere Literaturquellen weisen auf den Einsatz von Blatta bei chronischen Nierenentzündungen, starker Ödembildung, Schrumpfniere sowie bei schwerer Bronchitis, Asthma und Krupp hin. Die Verwendung des Mittels erfolgt auf Grund der zahlreichen und guten Erfahrungen am Krankenbett. Eine homöopathische Prüfung steht allerdings noch aus. Tinktur und Verreibungen werden aus den lebenden zerquetschten Tieren hergestellt. Die Verreibungen sind schlecht haltbar und müssen deshalb stets frisch hergestellt werden.

Quellen:
"Archiv, Dr. W. Schwabe Bibliothek"
RAY in Calcutta. (Indian medic. Review 1901, 441. Fef. Jb. Pharm. 37, 121 (1902)
M. Basu, indian medic. Reiew 1901, 441. Ref. Jb. Pharm. 37, 121 (1902) Haehl, E., Dtsch. Ztschr. F Hom. 19, 202 (1940), S. 206

(bm)


Wichtiger Unterschied: Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum?

Umgangssprachlich werden die Haltbarkeitsangaben für Lebensmittel oft durcheinander gewürfelt: Verfallsdatum, Mindesthaltbarkeit oder Verbrauchsdatum? Dabei gibt es zwischen diesen Bezeichnungen gravierende Unterschiede: Die Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung verlangt, dass Lebensmittel in Fertigpackungen mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) zu kennzeichnen sind. Das Lebensmittel behält mindestens bis zu diesem vom Hersteller angegebenen Datum seine typischen Eigenschaften (wie Geschmack, Nähr- und Gebrauchswert etc.). Sind besondere Lagerbedingungen einzuhalten, muss darauf hingewiesen werden (z.B. "bei maximal +8 °C mindestens haltbar bis "). Nach Ablauf des MHD muss das Lebensmittel nicht zwangsläufig weggeworfen werden; vielmehr sollte man sich durch eingehende Kontrollen davon überzeugen, ob das Lebensmittel noch einwandfrei ist oder nicht.

Besonders leicht verderbliche Lebensmittel, wie z.B. Geflügel- oder Hackfleisch, müssen dagegen statt des MHD mit einem Verbrauchsdatum und den erforderlichen Lagerbedingungen gekennzeichnet werden (z.B. "bei maximal +4 °C zu verbrauchen bis "). Nach Ablauf des angegebenen Verbrauchsdatums sollte das Lebensmittel nicht mehr verzehrt werden. Das Inverkehrbringen von Lebensmitteln mit abgelaufenem Verbrauchsdatum durch Hersteller oder Händler ist sogar strikt verboten. Ein abgelaufenes Verbrauchsdatum schließt auch die weitere Verarbeitung aus, zum Beispiel in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

(js)


Überwachung der Trinkwasserqualität in Gebäuden

Sobald Wasser an die Öffentlichkeit abgegeben wird, müssen die Anforderungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) erfüllt werden. "Öffentliche Orte" sind beispielsweise Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Gaststätten und sonstige Gemeinschaftseinrichtungen. D.h. jeder Unternehmer, Inhaber oder Betreiber solcher Hausinstallationen ist für die Erfüllung der gesetzlichen Forderungen verantwortlich. Auch Wasserversorgungsanlagen, aus denen pro Jahr mehr als 1.000 cbm Wasser für den menschlichen Gebrauch abgegeben werden unterliegen der TrinkwV. Der Verantwortungsbereich reicht vom Punkt der Entnahme aus dem Wasserversorgungsnetz bis zum Punkt der Übergabe von Wasser. Er schließt die Gesamtheit der Rohrleitungen, Armaturen und Geräte ein. Das Gesundheitsamt ist verpflichtet, die festgelegten chemischen und mikrobiologisch - hygienischen Parameter der Anlagen und Installationen zu überprüfen.

Das Umweltbundesamt hat nun Empfehlungen zur hygienisch-mikrobiologischen Untersuchung von Wasserversorgungsanlagen und zur Untersuchung von Legionellen in Hausinstallationen veröffentlicht. Diese Empfehlungen sollen Gesundheitsämtern, Unternehmern und sonstigen Inhabern und Betreibern von Wasserversorgungsanlagen eine Hilfestellung zur Erfüllung der gesetzlichen Forderungen sein. Insbesondere wird auf die Gültigkeitsbereiche, Charakterisierungen einzelner mikrobiologischer Parameter, Untersuchungsverfahren, Probenahmeorte, Entnahmetechnik, Häufigkeit der Untersuchungen, Grenzwerte/Höchstwerte, Häufigkeit der Untersuchungen und Maßnahmen bei Überschreitung der Grenzwerte eingegangen.

Ausführlichere Informationen entnehmen Sie den kostenlosen UBA-Downloads zu allgemeinen hygienisch-mikrobiologischen Untersuchungen und zur Untersuchung auf Legionellen in Trinkwasser.

(ro)


Frisch gepresste Säfte: Vitaminbombe oder Bakterienschleuder?

Frisch gepresste Fruchtsäfte, zum Beispiel aus Saftbars und Supermärkten, erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch Vorsicht: Diese Säfte sind mikrobiologisch häufig stark belastet! Ungefähr ein Drittel bis die Hälfte der Proben wurden bei verschiedenen Untersuchungen beanstandet. Die Ergebnisse deuten auf teilweise gravierende hygienische Mängel bei der Herstellung und Lagerung hin.

Damit die Vitaminbombe nicht zur Bakterienschleuder wird, sollten Sie Folgendes beachten: Bei vollautomatischen Pressen können Fruchtstücke hängen bleiben, die einen idealen Nährboden für Keime bilden. Gerät und Arbeitsumfeld sollten grundsätzlich penibel sauber sein und mehrfach täglich gereinigt werden. Auch eine gute Personalhygiene sollte selbstverständlich sein (z.B. saubere Arbeitskleidung, geeignete Möglichkeiten zum Händewaschen etc.). Alte oder gar bereits angefaulte oder angeschimmelte Früchte dürfen keine Verwendung finden, da diese einen hohen Ausgangskeimgehalt aufweisen. Außerdem sollte kein Pressen auf Vorrat stattfinden, denn frisch gepresste Säfte sind nur zum alsbaldigen Verzehr geeignet. Lange Standzeiten wirken sich auch auf den Vitamingehalt negativ aus. Last but not least: Auf eine gute Kühlung der fertigen Säfte ist unbedingt zu achten!

Weitere Informationen und Untersuchungsergebnisse finden Sie unter anderem beim WDR oder bei der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen.

(sw/js)


 AUS DER gesa-GRUPPE 
gemex stellt vor: Die Organisationstalente des Unternehmens

"Guten Tag! Gemex Hygiene und Vorratsschutz GmbH, Claudia Budde." So werden Sie bei gemex telefonisch begrüßt. Zusammen mit Anna Sehorsch nimmt Claudia Budde alle Aufgaben im Bereich Organisation und Sekretariat wahr. Ihre telefonischen Anfragen werden kompetent entgegengenommen und zuverlässig an die richtige Stelle weitergeleitet. Zu den zentralen Aufgabengebieten des Teams gehören außerdem die Ausarbeitung der Kundendokumentationen sowie die Betreuung des Online-Portals, exklusiv für gemex-Kunden.

Beide Damen sind schon viele Jahre in der gesa-Gruppe beschäftigt. Anna Sehorsch arbeitet seit 1992 im Unternehmen. Als Mutter von vier Kindern fand sie die ideale Plattform um Beruf und Familie miteinander zu verbinden. Claudia Budde begann 1999 ihre Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation bei gesa und arbeitet seit ihrem erfolgreichen Abschluss 2001 für gemex.

Claudia Budde und Anna Sehorsch sind täglich von 08:00 bis 17:00 Uhr für Sie per Mail über claudia.budde(at)gesa.de und anna.sehorsch(at)gesa.de oder telefonisch unter 0821-790 15-200 da.

(cb)


Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme der gesa-Gruppe lebendig und effektiv

Im Juli fand bei gesa Hygiene + Instandhaltung und bei gemex Hygiene und Vorratsschutz das Überwachungsaudit des Qualitäts- und Umweltmanagementsystems statt. Die unabhängige Zertifizierungsgesellschaft NISZERT bescheinigte gesa H+I und gemex erneut die Konformität mit den Normen DIN EN ISO 9001:2000 und DIN EN ISO 14001:2005. Neben Prüfung der Unterlagen und Prozessen konnte sich die Auditorin in beiden Unternehmen bei Dienstleistungserbringungen vor Ort beim Kunden davon überzeugen, dass die eingeführten Systeme gelebt und angewendet werden. Die Auditleitung bestätigte: "Die integrierten Qualitäts- / Umweltmanagementsysteme der gesa H+I und der gemex werden kontinuierlich den aktuellen Gegebenheiten angepasst und stellen weiterhin lebendige und überaus effektive und effiziente Instrumente zur Unternehmensführung und zur kontinuierlichen Verbesserung der betrieblichen Abläufe dar."

Beide Betriebe legen großen Wert darauf, dass die Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme im täglichen Arbeitsablauf integriert und lebendig umgesetzt werden. Denn nur so befinden sich die Unternehmen im permanenten Verbesserungsprozess und können für ihre Kunden ein Optimum an Dienstleistung erbringen.

(ro)


 DIENSTLEISTUNGEN UND PRODUKTE 
Sanitärhygiene: kostensparende Werterhaltung oder luxuriöse Instandhaltung?

Der Sanitärhygieneservice steht häufig im Brennpunkt Kosten - Nutzen. Kritiker stellen die Durchführung der Dienstleistung mit der Argumentation in Frage, dass eine Renovierung der Sanitäranlagen wirtschaftlicher wäre. gesa hat Kosten und Aspekte der Neuanschaffung von Sanitäranlagen und der Durchführung eines Sanitärhygieneservices ermittelt:
Die Kosten-Gegenüberstellung Neuanschaffung - Grundbehandlung Sanitärhygieneservice am Beispiel Urinal, ergab, dass der Sanitärhygieneservice ca. 12,5 % einer Neuanschaffung mit Montage kostet. Eine Folgebehandlung liegt sogar unter 4 %. Dabei wurde die Erneuerung des Umgebungsbereiches, der Anschlüsse und des Fliesenspiegels nicht mit berücksichtigt. Der Austausch handelsüblicher Dichtungen die erneuert werden müssen, ist beim Sanitärhygieneservice bereits im Preis enthalten. Die Gegenüberstellung anderer Sanitärobjekte fiel ähnlich aus. Ein weiterer wichtiger wirtschaftlicher Aspekt ist die Verstopfungsbeseitigung infolge verengter Rohrquerschnitte. Diese Kosten fallen bei regelmäßiger Durchführung einer Sanitärhygienemaßnahme nicht an und müssen bei einer Kosten-Nutzen-Analyse ebenfalls mit berücksichtigt werden.

Möchten Sie weitere Details zur Instandhaltung und Werterhaltung Ihrer Sanitäranlagen wissen? Dann kontaktieren Sie unseren Fachmann Herrn Mario Both unter mario.both(at)gesa.de oder unter Tel.: 0821-79015-320.

(ro)


 MEDIEN-TIPP 
Neue Broschüre: Gute Wasserqualität in Haus und Wohnung

Die gesetzlichen Anforderungen sind eindeutig: Trinkwasser darf keinen Anlass zu gesundheitlicher Besorgnis bieten. Es muss alle Haushalte in einwandfreier Qualität erreichen. Doch die Trinkwasserleitungen und -armaturen in Haus und Wohnung können die vom Wasserversorger gelieferte Wasserqualität buchstäblich noch auf den letzten Metern verderben. Lange Standzeiten in Haus- und Wohnungsleitungen begünstigen zum Beispiel Korrosionsvorgänge und mikrobielles Wachstum. Wie solche negativen Einflüsse minimiert werden können, erklärt der neue Ratgeber "Trink was - Trinkwasser aus dem Hahn" des Umweltbundesamtes (UBA). Er informiert auf 28 Seiten, wie Sie als Mieter oder Haus- bzw. Wohnungsbesitzer für einwandfreies Trinkwasser sorgen können.

Der Ratgeber kann kostenlos telefonisch unter Tel. 01888/305-3355 bestellt oder auf der UBA-Homepage heruntergeladen werden: Broschüre "Trink was - Trinkwasser aus dem Hahn" (PDF)

Quelle: UBA-Presseinfo Nr. 052/2006 vom 17.08.2006.

(js)


Linktipp: Großräumige Rattenbekämpfung

Die großräumige Rattenbekämpfung und deren Kontrolle beruhen historisch gesehen auf der Idee, dass in einem Gebiet die Ratten bis zur vollständigen Tilgung bekämpft werden und in der darauf folgenden Zeit auf Jahre das Zuwandern von Ratten durch das Ausbringen eines Sperrgürtels aus bestückten Köderstationen verhindert wird. In den letzten 10 Jahren blieb von dieser großräumigem Rattenbekämpfung oft nur noch eine Großaktion pro Jahr übrig. Diese resultierte darin, dass nur einmal im Jahr der Status "befallsarm" oder "praktisch rattenfrei" garantiert war: nämlich direkt nach der Bekämpfungsaktion. Wie sieht es mit der Rattenbekämpfung in Ihrem Verantwortungsbereich aus? Wie sicher ist
  • die Entrattung durch Ihre Gemeinde?
  • die Maßnahme um erneuten Befall vorzubeugen?
  • der Einsatz der gesetzlich vorgeschriebenen Mittel?
  • die Arbeit der Schädlingsbekämpfungsfirma?
Praxisorientierte Antworten erhalten Sie im Handbuch "Leitfaden für eine ganzheitliche Rattenbekämpfung für Niedersachsen". Der Leitfaden versetzt Sie in die Lage eine wirtschaftliche und biologisch wirksame Rattenbekämpfung zu ermöglichen. Er lässt Freiraum für eine individuelle Entscheidung über die Art der Rattenbekämpfung, gleichzeitig gibt er praktische Tipps und Mustervorgaben für Ausschreibungen und Anhaltspunkte für die gesundheitlichen Gefahren, die von Ratten ausgehen.

Der Leitfaden wurde im Juli 2006 fertig gestellt und steht als Download im Internet kostenfrei zur Verfügung.

Quelle: www.laves.niedersachsen.de

(bm)


 GESANDRA GLAUBT... 
... "In Küchen werden wichtigere Entscheidungen getroffen, als auf Sportplätzen und am grünen Tische."

Prof. Dr. med. Werner Kollath, 1892 - 1970

(js)


 LESER-ECHO 
Ihre Meinung ist gefragt!
Wie hat Ihnen unser Newsletter gefallen? Sagen Sie uns Ihre Meinung, denn nur so können wir uns weiter verbessern. Auf Ihre Anregungen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge freuen wir uns sehr. Auch Linktipps und sonstige Informationen sind uns jederzeit willkommen. Herzlichen Dank!

Ihr Redaktionsteam redaktion(at)gesa.de

(ro)


 IMPRESSUM 
Dieser Newsletter wird 6x pro Jahr herausgegeben von:
gesa-Gruppe · Gubener Straße 32 · 86156 Augsburg ·
Telefon: 08 21/7 90 15-0 · Fax: 08 21/7 90 15-399 · E-Mail: redaktion(at)gesa.de
V.i.S.d.P.: Anja Rothmund


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Hinweise
Der nächste Newsletter erscheint Anfang Dezember 2006.

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