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Newsletter 
I S S N 1 6 1 3 - 9 2 4 0  
  Ausgabe: 15 / 03.08.2006

 INHALTSVERZEICHNIS 
Branchen-News
» Neuauflage VDI 2052 "Raumlufttechnische Anlagen für Küchen"
» Ratten als Menschenretter
» Verfütterung von Speiseabfällen bald nicht mehr zulässig
» Studie belegt: Händetrocknung mit Papierhandtüchern am hygienischsten!
Aus der gesa-Gruppe
» Autorentätigkeit der gesa-Gruppe
» gesa H+I: Verstärkung für das Team im Norden
Dienstleistungen und Produkte
» Vorgestellt: Die Fachfrau für Schädlingsbestimmung
» Abnahmemessungen in Reinräumen
Medien-Tipp
» Linktipp: Aktuelle Luftbelastung
Gesandra fragt...
Leser-Echo
Impressum
» Empfehlen, Abmelden, Hinweise


 BRANCHEN-NEWS 
Neuauflage VDI 2052 "Raumlufttechnische Anlagen für Küchen"

Die berufsgenossenschaftliche Regel BGR 111 "Arbeiten in Küchenbetrieben", die Normenreihe DIN 18869 "Großküchengeräte - Einrichtungen zur Be- und Entlüftung von gewerblichen Küchen" und die VDI 2052 "Raumlufttechnische Anlagen für Küchen" regeln Vorgehensweisen und Maßnahmen rund um Lüftungsanlagen in Küchenbetrieben.

Seit April 2006 ist die überarbeitete VDI 2052 veröffentlicht. Die Neuauflage enthält einige grundlegende Änderungen zur bisherigen Norm. Neben der Veränderung technischer Feinheiten wie Erhöhung der Filteranzahl und der Volumenströme, Erhöhung der Umgebungstemperaturbeständigkeit von Einbauleuchten, Verbesserung des Lärmschutzes und das Verbot von im Luftstrom liegenden Motoren von Ventilatoren, gibt es gravierende Änderungen für den Betrieb und die Instandhaltung. So ist bei Küchenlüftungshauben der Turnus zur Überprüfung und ggf. Reinigung der Haube und ihrer Komponenten von "bei Bedarf, jedoch mindestens alle 14 Tage" auf "täglich" verkürzt worden. Küchenlüftungsdecken und ihre Komponenten mussten früher "halbjährlich" überprüft und ggf. gereinigt werden, jetzt ist der Turnus auf "monatlich" festgelegt. Sämtliche Reinigungsmaßnahmen, egal ob an Lüftungshauben oder -decken, müssen dokumentiert werden.

Die Richtlinie ist beim Beuth-Verlag erhältlich.

Haben Sie Fragen zum Thema Lüftungsanlagen in Großküchen? Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie unseren Fachmann Herrn Zdenko Engl unter zdenko.engl(at)gesa.de oder unter Tel.: 0821-790 15-350.

(ro)


Ratten als Menschenretter

Ratten werden oft mit Ekel, Angst und Krankheiten in Verbindung gebracht. Sie sind an Bachläufen, in der U-Bahn, an öffentlichen Plätzen und in der Kanalisation zu beobachten. Diese unliebsamen Zeitgenossen, die es verstehen, sich wie kein anderes Tier an ihre Umgebung anzupassen, sind die Wanderratten. Den wenigsten Menschen ist aber bekannt, dass Ratten auch Menschenleben retten können. Die Rede ist von der Gambia-Riesenhamsterratte (Cricetomy gambianus), die speziell dafür trainiert wird Minen aufzuspüren. Dabei erschnuppert sie mit ihrem ausgeprägten Geruchsinn schon geringe Mengen TNT, das in den Minen enthalten ist. Die Riesenhamsterratte gehört zu einer Gattung sehr großer afrikanischer Nagetiere, die in Regenwäldern und Buschland leben. Mit einer Körperlänge von bis zu 45 cm und einem ebenso langen Schwanz sind sie doppelt bis dreimal so groß wie andere Vertreter der Hamsterratten. Männchen erreichen ein Gewicht von 2,5 kg, Weibchen werden 1,4 kg schwer. Die Lebensdauer kann in Gefangenschaft über sieben Jahre betragen, ist in der Wildnis aber sehr viel niedriger.

Apopo (Anti-personal mines demining product development), eine belgische Organisation, begann die Arbeit mit den Ratten im Jahre 1998 - zuerst in Belgien unter Laborbedingungen und seit 2000 in Tansania. Mittlerweile werden die Ratten erfolgreich zur Minensuche eingesetzt. Sie ergänzen die traditionellen Techniken wie z.B. Detektoren oder Spürhunde. Die Vorteile dieser Methode sind: Die Ratten sind leicht zu züchten, sie sind unanfälliger für Krankheiten, die Ausbildungszeit ist mit sechs bis acht Monaten gering, sie sind einfach zu transportieren, und ihr geringes Körpergewicht verringert deutlich das Risiko, dass Minen ausgelöst werden. Apopo wird unter anderem von der belgischen Regierung und der Europäischen Union finanziell unterstützt.

Weitere Informationen zu Apopo, deren Historie, Projekten und den Einsatz der Gambia-Riesenhamsterratte finden Sie unter http://www.apopo.org.

(cs)


Verfütterung von Speiseabfällen bald nicht mehr zulässig

Seit Mai 2003 gilt die EU-Verordnung Nr. 1774/2002 mit Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte. Die Verordnung verbietet die Verfütterung von aufbereiteten Speiseabfällen an Tiere, die für den menschlichen Verzehr gehalten werden. Aufgrund einer Übergangsregelung (Entscheidung 2003/328/EG) durften aber in Deutschland und Österreich unter bestimmten Voraussetzungen noch einzelne Zulassungen für die Verwendung von Küchen- und Speiseabfällen in für Schweine bestimmten Futtermitteln erteilt werden. Diese Übergangsregelung endet jedoch am 31.10.2006. Laut mündlicher Aussage des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft sei mit einer Verlängerung der Übergangsfrist durch die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten vermutlich nicht zu rechnen. Die Verfütterung von Speiseabfällen ist dann ab 1. November 2006 nicht mehr zulässig.

Unser Tipp:
Prüfen Sie bald, ob Ihr Betrieb vom Verfütterungsverbot betroffen ist! Dies ist beispielsweise der Fall bei Abgabe von Küchen- und Speiseabfällen an zugelassene Betriebe, die Futtermittel für die Schweinemast herstellen. Sorgen Sie rechtzeitig für Alternativen (z.B. Verwertung der Speiseabfälle in Vergärungsanlagen oder Beseitigung in Tierkörperbeseitigungs- oder geeigneten Verbrennungsanlagen). Weitere Auskünfte erteilen die zuständigen Veterinärämter.

(sw/js)


Studie belegt: Händetrocknung mit Papierhandtüchern am hygienischsten!

Die TÜV Rheinland Group hat eine Studie über herkömmliche Methoden zur Händetrocknung durchgeführt. Unter die Lupe genommen wurden die Trocknungs-Methoden Papierhandtücher, Textilhandtücher und Heißlufttrocknung. Dabei wurden die Hände der Testpersonen mikrobiologisch vor und nach dem Waschen mit einer Flüssigseife sowie nach der abschließenden Trocknung untersucht. Es wurde festgestellt, dass das Händewaschen zunächst Keime aus tieferen Hautschichten hervorspült und die Bakterienzahl sogar erhöht. Durch den Trocknungsprozess kann sie sich wieder - gegenüber der Verkeimung nach dem Waschen - reduzieren. Die Studie ergab, dass Heißlufttrocknung die Keime auf der Haut sogar verdoppelt. Die Benutzung von Textilhandtüchern (im Test: Textilrolle) hat die Keimmenge um 4 % reduziert. Absoluter Spitzenreiter war die Trocknung mit Papierhandtüchern: die Keime wurden um 24 % reduziert. Parallel zu den mikrobiologischen Untersuchungen wurden die Testpersonen zu Handhabung, Funktionalität und Sanftheit der Trocknungsmethoden befragt. 72 Prozent der Teilnehmer bevorzugten die Händetrocknung mit Papier, 19 Prozent mit Stoff und nur 9 Prozent die Heißlufttrocknung.

Informationen zur Studie finden Sie hier.

(ro)


 AUS DER gesa-GRUPPE 
Autorentätigkeit der gesa-Gruppe

Die gesa-Gruppe ist das einzige Unternehmen im deutschsprachigen Raum, das die Kompetenzfelder hygienisch-technische Dienste, Schädlingsfreihaltung und Hygiene-Consulting in sich mit eigenen Mitarbeiterkapazitäten vereint. Ein Pool aus qualifizierten Fachleuten sorgt dabei für eine professionelle Leistungserbringung - von der ersten Kontaktaufnahme über die Arbeiten vor Ort bis hin zur Betreuung der Kunden.

Aber nicht nur die Dienstleistungen an sich sind gefragt. Regelmäßig erhält die gesa-Gruppe auch Anfragen von Verlagen und Verbänden für Fachbeiträge und Artikel für Fachzeitschriften, Schriftenreihen, Broschüren und Bücher. Know-how ist vor allem zu Raumlufttechnische Anlagen in Großküchen, Schädlingen (Bekämpfung und Überwachung) sowie zu weiteren Themen, die sich rund um das Thema Hygiene bewegen, gefragt.

Einige Werke sind beim Behr´s Verlag oder beim Verlag für Handwerk und Gastronomie zu beziehen.

(cs)


gesa H+I: Verstärkung für das Team im Norden

Seit Jahresbeginn ist Herr Reinhardt Krug in der Niederlassung der gesa-Gruppe in Hamburg tätig und unterstützt dort seitdem den langjährigen Vertriebsmitarbeiter Peter Voigt. Auch Herr Krug ist schon seit fast 20 Jahren sehr erfolgreich im Außendienst und war in den unterschiedlichsten Branchen tätig.

Das Gespann hat sich zum Ziel gesetzt, die Präsenz der gesa-Gruppe in der Region weiter auszubauen, um die Kunden im Norden noch optimaler zu betreuen. Herr Krug agiert von der Niederlassung in Norderstedt im Gutenbergring 56 aus. Durch intensive Kommunikation mit dem Niederlassungsleiter, Herrn Harald Neumann, wird die ideale Betreuung der Kunden der gesa-Gruppe in punkto Service und Beratung durch Fachwissen gewährleistet.

Herr Krug ist unter Tel.: 0177-3192133 oder unter reinhardt.krug(at)gesa.de für Sie erreichbar.

(ro)


 DIENSTLEISTUNGEN UND PRODUKTE 
Vorgestellt: Die Fachfrau für Schädlingsbestimmung

Die Vielfalt der Insekten ist riesengroß. Die globalen Warenströme bringen nicht nur Leckereien aus aller Welt zu uns, sondern auch Insekten und Schädlinge, die in unseren Breiten normalerweise nicht existieren. In diesen Fällen sind ein breites Fachwissen, jede Menge Erfahrung und ein gutes Auge für die Bestimmung von Insekten bzw. Schädlingen gefragt. Die Berliner Biologin und Parasitologin Dr. rer. nat. Ingrid Körber unterstützt die gemex Hygiene und Vorratsschutz schon seit vielen Jahren. Schädlingsbestimmung, Erstellung von Gutachten und Stellungnahmen, Beratung professioneller Schädlingsbekämpfer und vieles mehr gehört dabei zu ihrem Tätigkeitsfeld. Was die Biologin besonders an diesem Aufgabengebiet reizt und welche Gefahren sie durch die Einschleppung exotischer Schädlinge sieht, lesen Sie hier.

(cs)


Abnahmemessungen in Reinräumen

In einigen Branchen und Bereichen werden besondere Anforderungen an die Reinheit der Luft in Innenräumen gestellt. Zur Absicherung dieser Anforderungen und der dazugehörigen Bestimmungen und Regeln müssen verschiedene Maßnahmen ergriffen bzw. eingehalten werden. Dazu gehören z. B. die Abnahmemessungen in Reinräumen, damit die festgelegte Reinraumklasse (VDI 2083-1) in der vereinbarten Betriebsart (Bereitstellung, Leerlauf, Fertigung) überprüft werden kann.
Die vorgeschriebenen Abnahmemessungen werden in der VDI 2083-3 beschrieben:
  • Messung und Prüfung des Differenzdruckes zwischen den einzelnen Räumen einer Reinraumanlage (Nachweis der ordnungsgemäßen Funktion der Anlage als Voraussetzung für die nachfolgenden Messungen)
  • Messung der Strömungsgeschwindigkeit an den Luftauslässen
  • Visuelle Inspektion aller Endfilter im Zuluftsystem zur Erkennung von Einbaufehlern und mechanischen Beschädigungen
  • Lecktest (Filter-Integritätstest) der eingebauten Endfilter im Zuluftsystem zur Überprüfung des Dichtsitzes und der Leckfreiheit
  • Bestimmung der Strömungsrichtung (nur bei turbulenzarmer Verdrängungsströmung) mindestens bis zur Arbeitshöhe durch Strömungsvisualisierung
  • Messung der Erholzeit (Recoverytest) - nur bei Reinräumen mit turbulenter Mischlüftung - zur Untersuchung des Raumspülverhaltens
  • Statistisch gesicherte Bestimmung der Reinheitsklassen der Luft (Klassifizierung) nach DIN EN ISO 14644-1 oder nach EG-GMP-Leitfaden
Diese Abnahmemessungen dürfen nur von qualifiziertem Personal mit Hilfe kalibrierter Messgeräte (Kalibrierung nicht älter als 12 Monate) durchgeführt werden. Abschließend muss ein aussagekräftiges Messprotokoll nach VDI 2083-3 Punkt 5.10. verfasst und dem Auftraggeber zur Verfügung gestellt werden.

Haben Sie allgemeine Fragen zum Thema Reinraumtechnik oder möchten Sie weitere Informationen zu den beschriebenen Messungen? Zögern Sie nicht und wenden sich jederzeit gerne an unseren Fachbereichsleiter Herrn Dieter Petzolt unter Tel.: 0341-2172841 oder unter dieter.petzolt(at)gesa.de.

(dp)


 MEDIEN-TIPP 
Linktipp: Aktuelle Luftbelastung

Alle Jahre wieder: Mit der Sommersonne rücken auch Ozon, Feinstaub und andere Luftschadstoffe in den Vordergrund. Denn in vielen Städten werden die Feinstaub-Grenzwerte überschritten, und auch die Ozonbelastung steigt in den Sommermonaten stark an. Doch wo können Sie sich über die Belastungssituation informieren?

Auf einer Homepage des Umweltbundesamtes können Sie die stündlich aktualisierten Schadstoffwerte für Ozon, Feinstaub, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid und Stickstoffdioxid einsehen. Die Messdaten stehen sowohl in Form von farbigen Karten als auch als Einzelmesswerte für Ihre Region zur Verfügung. Kurze Profile der Schadstoffe sowie Links zu den relevanten Vorschriften runden die empfehlenswerte Homepage ab. Auf einer Homepage der Universität Köln finden Sie zudem deutschland- und europaweite Schadstoff-Vorhersagen für die nächsten drei Tage.

(js)


 GESANDRA FRAGT... 
Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal ein Picknick gemacht? Wie…? Schon soooo lange her? ;-)
Na, dann nix wie raus und tief durchatmen! Leckere Rezepte rund ums Picknick finden Sie im ZDF-Picknick-Ratgeber und in der CMA-Broschüre "Picknick". Genießen Sie den Sommer!

(js)


 LESER-ECHO 
Ihre Meinung ist gefragt!
Wie hat Ihnen unser Newsletter gefallen? Sagen Sie uns Ihre Meinung, denn nur so können wir uns weiter verbessern. Auf Ihre Anregungen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge freuen wir uns sehr. Auch Linktipps und sonstige Informationen sind uns jederzeit willkommen. Herzlichen Dank!

Ihr Redaktionsteam redaktion(at)gesa.de

(cs)


 IMPRESSUM 
Dieser Newsletter wird 6x pro Jahr herausgegeben von:
gesa-Gruppe · Gubener Straße 32 · 86156 Augsburg ·
Telefon: 08 21/7 90 15-0 · Fax: 08 21/7 90 15-399 · E-Mail: redaktion(at)gesa.de
V.i.S.d.P.: Corinna Schade


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Hinweise
Der nächste Newsletter erscheint Anfang Oktober 2006.

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