Ausgabe 43 / 1. März 2012 | ISSN 1613 - 9240
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Inhaltsverzeichnis
BRANCHEN-NEWS
»  Süß, süßer, Stevia
»  Neu geregelt: Kennzeichnung von Lebensmitteln
»  Winzig, aber gefährlich: Die Pharaoameise
»  Sicher verpflegt in Gemeinschaftseinrichtungen

AUS DER Gesa HYGIENE-GRUPPE
»  Fach-Know-how aus erster Hand!

DIENSTLEISTUNGEN UND PRODUKTE
»  Fluginsekten hygienisch und sicher bekämpfen

MEDIEN-TIPP
»  Fachliteratur RLT: Energieeinsparung und richtiges Lüften

gesandra
»  Gesandra träumt…

BRANCHEN-NEWS
Süß, süßer, Stevia

 

Sie essen gerne Süßes? Dann stellen Sie sich ein Süßungsmittel vor, das dreißig Mal süßer als normaler Zucker ist, aber fast keine Kalorien hat, außerdem für Diabetiker geeignet und zahnfreundlich, vielleicht sogar vorbeugend gegen Karies ist. Was zu schön klingt um wahr zu sein, beschreibt die Eigenschaften, die man der auch als Süßkraut bekannten Stevia-Pflanze zuschreibt. Die in der Pflanze enthaltenen Süßstoffe Steviolglykoside, in Reinform sogar dreihundert Mal süßer als Zucker, sind nach langen Debatten nun EU-weit als Lebensmittelzusatzstoff E 960 zugelassen worden.

 

Stevia dürfte als "natürliche" Konkurrenz zu den bereits zugelassenen und teils umstrittenen künstlichen Süßungsmitteln den Markt erheblich verändern. Inzwischen sind die ersten damit gesüßten Lebensmittel im Handel. Der Zulassung ging eine jahrelange Diskussion und Prüfung voraus. Frühere, teils umstrittene Studien hatten nämlich einen Verdacht auf Krebs fördernde Eigenschaften von Stevia ergeben. Doch seit 2010 ist der Krebsverdacht vom Tisch, nachdem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nach eingehender Prüfung neuerer Daten in einem Gutachten die Unbedenklichkeit der Steviolglykoside bescheinigt hatte.

Stevia rebaudiana, die Stevia-Pflanze, wächst natürlicherweise in den subtropischen Regionen Südamerikas, wo das Kraut schon seit Jahrhunderten zum Süßen verwendet wird. Die Pflanze selbst, ihre Blätter und andere Pflanzenteile sowie Erzeugnisse daraus werden in der Europäischen Union allerdings als neuartige Lebensmittel bzw. neuartige Lebensmittelzutaten im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 258/97 eingestuft. Sie dürfen nach diesen Vorschriften in der EU nur in den Verkehr gebracht werden, wenn nach einer gesundheitlichen Bewertung des Lebensmittels eine entsprechende Zulassung erteilt wurde. Letzteres ist bisher noch nicht erfolgt, d.h. die jetzt erteilte Zulassung gilt ausschließlich für Steviolglykoside als Zusatzstoff.

Weitere Informationen:
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
Universität Hohenheim
Wikipedia

(js)



Neu geregelt: Kennzeichnung von Lebensmitteln

 

Wer schon mal genervt vor dem Supermarktregal nach der Brille gekramt hat, weil er das Kleingedruckte auf den Lebensmittel-verpackungen nicht lesen konnte, darf sich jetzt freuen: EU-weit ist nämlich künftig eine definierte Mindestschriftgröße für die Pflichtangaben auf den Packungen vorgeschrieben. Diesen und andere Punkte regelt die neue EU-Lebensmittelinformations-verordnung, die als Verordnung Nr. 1169/2011 am 12. Dezember 2011 in Kraft getreten ist. Anzuwenden sind die neuen Vorschriften allerdings erst ab Dezember 2014, die in Form einer Tabelle verpflichtende Kennzeichnung verschiedener Nährstoffgehalte sogar erst ab Dezember 2016.

 

Neben Mindestschriftgröße und Nährwertkennzeichnung enthält die Verordnung auch verschärfte Regelungen zur Allergenkennzeichnung. Sie muss bei verpackter Ware optisch hervorgehoben werden. Auch bei nicht verpackten Lebensmitteln, sogenannter loser Ware, müssen Stoffe, die allergische Reaktionen hervorrufen können, künftig deklariert werden. Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Lebensmittelhandwerk und der gesamte Handel, der lose Ware vertreibt, stehen damit vor neuen Herausforderungen. Die Details zur Allergenkennzeichnung bei loser Ware sind allerdings Sache der einzelnen Mitgliedsstaaten und werden noch durch nationale Vorschriften ergänzt werden.

Die Lebensmittelinformationsverordnung beinhaltet außerdem neue Kennzeichnungsvorschriften für die in den letzten Jahren in Verruf geratenen Lebensmittelimitate, die als "Analogkäse" und "Klebefleisch" Negativschlagzeilen machten. Für Fleisch von Schweinen, Geflügel, Ziegen und Schafen ist künftig eine Herkunftsangabe verpflichtend, die bislang nur für Rindfleisch gilt. Auch hier stehen allerdings noch die Detailregelungen aus.

Weitere Informationen:
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
Verordnungstext EU-Verordnung Nr. 1169/2011 (PDF 1,1 MB)

(js)



Winzig, aber gefährlich: Die Pharaoameise

 

Der globale Warenaustausch hat nicht nur positive Seiten. Er bringt auch neue Schädlingsarten mit, die es zuvor nicht bei uns gab. Eine davon ist die Pharaoameise (Monomorium pharaonis), die zu den kleinsten nicht heimischen Ameisenarten gehört. Ursprünglich subtropischer Herkunft, siedelt sie sich bevorzugt in Räumlichkeiten und Infrastrukturen mit warmem und feuchtem Klima an. Sie wandert beispielsweise entlang von Fernwärmeleitungen, mit Hilfe derer die sie sich über ganze Stadtviertel und innerhalb von Gebäudestrukturen weit verbreitet.

 

Ideale Lebensräume bieten dann Fußbodenheizungen, Abluftschächte von Lebensmittel produzierenden Unternehmen, feucht-warme Kellerräume und Rohrleitungen.

Aufgrund der der großen Anzahl befruchteter weiblicher Tiere und der regelmäßigen Bildung von Tochterkolonien aus einer Mutterkolonie gelingt es der Pharaoameise, Lebensräume in kurzer Zeit zu besiedeln. Die Tiere ernähren sich dabei sowohl von eiweißhaltiger Nahrung tierischer und menschlicher Herkunft als auch von stärkehaltiger pflanzlicher Nahrung. Daher sind sie besonders gefährlich in Krankenhäusern, wo sie sich zum Beispiel gezielt unter Wundverbände bewegen, um Körpersekrete und lebendes Gewebe aufzunehmen. Auf diese Weise können sie Krankheitserreger übertragen und stellen deshalb einen schwerwiegenden Gesundheitsschädling dar.

Zur Bekämpfung bedarf es einer besonders genauen Befallserhebung, um die Verbreitungsorte zu erkennen. Dabei macht man sich ihre Ernährungsweise zunutze, indem bei einem "Lebertest" frisch pürierte Leber in Kleinstportionen ausgebracht wird. Anschließend gilt es, die Annahme des Köders an den verschiedenen Orten genauestens zu beobachten und dann gezielt Fraßköder mit insektiziden Wirkstoffen einzusetzen. Eine dauerhafte Tilgung des Befalls kann nur durch konsequentes und intensives Vorgehen sichergestellt werden, das unbedingt die ganze Gebäudestruktur umfassen muss. Tilgungskontrollen nach einigen Wochen und etwaige Nachbekämpfungen sind zwingend notwendig.

(tk)



Sicher verpflegt in Gemeinschaftseinrichtungen

 

Immer wieder kommt es in Gemeinschaftseinrichtungen zu Krankheitsausbrüchen, die vor allem bei besonders empfindlichen Personengruppen dramatische Folgen haben können. Oft werden solche Infektionen durch Krankheitserreger in Lebensmitteln hervorgerufen, die über Rohwaren oder infiziertes Personal in die Großküche gelangen. Durch mangelnde Hygiene können die Keime in der Küche verteilt werden und so in zubereitete Lebensmittel gelangen.

 

Dies zu verhindern gehört zu den elementaren Aufgaben jedes Verantwortlichen in der Gemeinschaftsverpflegung. Hilfestellung bietet hier das neue Merkblatt "Sicher verpflegt – Besonders empfindliche Personengruppen in Gemeinschaftseinrichtungen", das vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) unlängst veröffentlicht wurde.

Das achtseitige Merkblatt richtet sich insbesondere an Institutionen wie Krankenhäuser, Kindertagesstätten, Seniorenwohnheime oder andere Einrichtungen, in denen besonders empfindliche Personen, sogenannte YOPI, verpflegt werden. YOPI (young, old, pregnant, immunosuppressed) steht für sensible Personengruppen, die leicht eine lebensmittelbedingte Infektion bekommen, weil ihr Immunsystem beeinträchtigt oder noch nicht vollständig ausgebildet ist. Dazu zählen Kinder bis zum Alter von 5 Jahren, Senioren, Schwangere und immungeschwächte Menschen.

Das Merkblatt fasst die wichtigsten Handlungsempfehlungen zusammen und ist daher ein "Muss" für alle, die in Großküchen arbeiten, in denen YOPIs verpflegt werden. Es steht kostenlos auf der BfR-Homepage zur Verfügung.

Download BfR-Merkblatt "Sicher verpflegt …" (PDF, 445 KB)

(js)

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AUS DER Gesa HYGIENE-GRUPPE
Fach-Know-how aus erster Hand!

Was ist der aktuelle Stand zur Lebensmittelinformationsverordnung – betreffen die Neuregelungen und Änderungen meinen Betrieb? Ich bin nach IFS zertifiziert – entspricht meine Schädlingsbekämpfung deren Forderungen? Meine Lüftungsanlagen brauchen eine Inspektion – welche Inhalte hat eine Erstinspektion? Was kann ich gegen permanente Geruchsbelästigung und Verstopfungen in meinen Toilettenanlagen machen? Ich habe einen Caterer-Wechsel – welche Hygienemaßnahmen in der Küche sind zum Übergang sinnvoll? Ich möchte brandschutztechnisch mit meinem Betriebsrestaurant auf der sicheren Seite sein – was fordert der Gesetzgeber und was die langjährige Erfahrung?

Die Unternehmen der Gesa Hygiene-Gruppe haben die korrekten Antworten auf solche Fragen. Ihr Fachwissen ist immer auf neuestem Stand, denn es wird auf verschiedenste Weise erworben. Eine davon ist, "sich in der Branche zu bewegen". Für den Bereich Raumlufthygiene ist Gesec deshalb seit Jahren Mitglied in den Fachverbänden Fachinstitut Gebäude Klima e.V. fgk und Deutscher Verband für Luft- und Wasserhygiene e.V. DFLW. Um noch mehr am Puls der Zeit zu sein, hat Gesa Schweiz-Geschäftsführer Michael Schrake jetzt den Vorsitz der "Arbeitsgruppe Instandhaltung und Reinigung von RLT-Anlagen" übernommen. Durch diese Aktivitäten wird das Fachwissen von Gesec einerseits weitergegeben, andererseits ergänzt und erweitert.

Unsere Kunden profitieren von diesem Engagement. Die Fachkompetenz wird weiter vertieft und Informationen und Wissen können noch zeitnaher abgerufen werden.

(ro)

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DIENSTLEISTUNGEN UND PRODUKTE
Fluginsekten hygienisch und sicher bekämpfen

 

So sicher wie das Amen in der Kirche: Der Frühling steht vor der Tür und damit die Saison für Fluginsekten aller Art, die sich je nach Witterung bis in die Herbstmonate erstreckt. Ob Stuben-, Schmeiß- oder Obstfliegen, Motten, Wespen oder andere Insekten: Keines dieser Tierchen hat in Hygienebereichen etwas verloren. Dort sind Fluginsekten gefährliche Keimüberträger. So kann eine einzige Stubenfliege durch ihre Körperbehaarung und die Mundwerkzeuge mechanisch bis zu 5 Millionen Keime übertragen.

 

Auch wenn passive Maßnahmen gegen das Eindringen von Fluginsekten getroffen wurden, wie zum Beispiel Insektenschutzgitter an den Fenstern – ganz ist das Eindringen in Lager- und Produktionsräume nicht zu verhindern. Entscheidend ist es deshalb, Insekten drinnen zuverlässig und hygienisch sicher zu fangen, damit sie gar nicht erst auf Lebensmittel und andere sensible Produkte etwa aus der Pharma- und Medizintechnikindustrie gelangen können.

Ein praktikables Mittel dazu sind elektrische UV-Fluginsektenvernichter. Sie überzeugen durch hohe Fangquoten, lange Lebensdauer und Wartungsfreundlichkeit. Die Lockwirkung beruht auf dem UV-Licht der unterschiedlichen Leuchtstoffröhren, dessen Stärke allerdings mit der Zeit langsam abnimmt. Deshalb müssen die Leuchtstoffröhren regelmäßig ausgetauscht werden, im Allgemeinen einmal jährlich.

Auf dem Markt sind Geräte mit Klebeflächen und Geräte mit Stromgitter, die jeweils spezifische Vorteile bieten. Die Produktpalette verschiedener Hersteller beinhaltet auch spritzwasser-, staub- und explosionsgeschützte Modelle.

Durch die Bestimmung der gefangenen Insekten lassen sich Rückschlüsse auf bestehende Gefahren- und Risikoquellen ziehen.

Die Spezialisten der Gemex beraten Sie gerne zu diesem Thema. Ihr Ansprechpartner: Karl Heinz Baudach, Tel. 0821 79015-200, E-Mail karl-heinz.baudach(at)gesa.de.

(tk)

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MEDIEN-TIPP
Fachliteratur RLT: Energieeinsparung und richtiges Lüften

Schimmelpilzbildung aufgrund falscher Belüftung und Energieeinsparpotenzial bei RLT-Anlagen – beides brandaktuelle Themen der Lüftungsbranche! Zwei neue Veröffentlichungen dazu gibt es vom Fachverband Gebäude-Klima e.V. (fgk): die Studie "Untersuchungen zum Energieeinsparpotenzial der Raumlufttechnik in Deutschland" und den STATUS-REPORT 30 "Richtiges Lüften in Haus und Wohnung".

Die Studie wurde vom Institut für Luft- und Kältetechnik Dresden gGmbH (ILK) und dem Ingenieurbüro schiller engineering erstellt. Sie hat ergeben, dass beim Betrieb von RLT-Anlagen alleine in Deutschland jährlich rund 6 Mio. Tonnen CO2 und 3,67 Terrawattstunden elektrische Energie eingespart werden könnten. Die Studie "Untersuchungen zum Energieeinsparpotenzial der Raumlufttechnik in Deutschland" (Best.-Nr. 189) kann man beim fgk für 24,80 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer und Versand beziehen.

Wie lüftet man richtig? Macht es einen Unterschied, ob die Gebäude alt, neu oder saniert sind? Sind die Forderungen der Energiesparverordnung (EnEV) umsetzbar, ohne dass ein Schimmelpilzbefall droht? Diese und andere Fragen beantwortet der neue STATUS-REPORT 30 "Richtiges Lüften in Haus und Wohnung". Er steht als kostenloser Download auf der Seite des fgk zur Verfügung.

(ro)

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gesandra
Gesandra träumt…

 

Wie Samen, die unter der Schneedecke träumen, träumen unsere Herzen vom Frühling.

(Khalil Gibran)

 

Einen traumhaften Frühling wünscht Ihnen

Ihr Redaktionsteam redaktion(at)gesa.de

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Impressum

Dieser Newsletter wird 4 x pro Jahr herausgegeben von:
Gesa Hygiene-Gruppe Gubener Straße 32 86156 Augsburg
Telefon: 0821 79015-0 Fax: 0821 79015-399 E-Mail: redaktion(at)gesa.de
V.i.S.d.P.: Anja Rothmund
Redaktion und Text: Ingrid Erne, Thomas Kniep, Anja Rothmund, Jutta Schedler
Bildnachweis: fotolia, Janke at en.wikipedia (Pharaoameise)
Nach § 5 TMG: Impressum
Der nächste Newsletter erscheint Anfang Juni 2012.


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