Ausgabe 36 / 02.06.2010 | ISSN 1613 - 9240
 
Inhaltsverzeichnis
BRANCHEN-NEWS
»  Kleine Plagegeister - alles andere als harmlos
»  Klimaanlagen: EnEV 2009 fordert regelmäßige Inspektion
»  Neue DIN: Verbandkästen aktualisieren!

AUS DER gesa HYGIENE-GRUPPE
»  Zertifizierter Arbeitsschutz nach OHRIS
»  gemex mit neuem Auftritt

DIENSTLEISTUNGEN UND PRODUKTE
»  Guter Rat ist hier nicht teuer

MEDIEN-TIPP
»  Reisen - aber bitte klimaschonend!

gesandra
»  Gesandra weiß Bescheid

BRANCHEN-NEWS
Kleine Plagegeister - alles andere als harmlos

 

Sie sind winzig klein und meistens stark behaart. Mit ihren relativ großen Flügeln und ihrer dunklen Färbung werden sie von Laien oft mit harmlosen, kleinen Schmetterlingen oder Fliegen verwechselt.

Doch die winzigen Tierchen, die möglicherweise auch durch Ihren Lebensmittelbetrieb flattern, sind alles andere als harmlos, da sie auf ein Hygieneproblem im Betrieb hinweisen. Die Rede ist von Schmetterlingsmücken, die man nicht selten in Großküchen und anderen lebensmittelverarbeitenden Betrieben findet.

 

Schmetterlingsmücken gehören wissenschaftlich zur Familie der Psychodidae und sind mit den Mücken verwandt. Es gibt zahlreiche verschiedene Arten, die weltweit vorkommen. Ihre Larven entwickeln sich in Abwässern und faulenden Pflanzenstoffen, weshalb man die erwachsenen Tiere häufig in der Nähe von Kläranlagen, Fettabscheidern oder verschmutzten Ausgüssen und Gullys antrifft. Dort vermehren sie sich bestens und bevölkern dann die nähere Umgebung. In Lebensmittelbetrieben ist ihr Vorkommen aus hygienischer Sicht nicht akzeptabel.

Die erwachsenen Tiere können mit insektiziden Präparaten bekämpft werden. Ergründet und beseitigt man allerdings nicht die Ursachen, ist ein erneutes Auftreten schon nach kurzer Zeit vorprogrammiert. Daher müssen in jedem Fall die Faktoren ermittelt werden, die den Befall begünstigen. Dabei gilt es unter anderem folgende Fragen zu klären:

  • Gibt es Probleme im Abwassersystem?
  • Werden Bodenabflüsse und Gullys regelmäßig gründlich gereinigt? Auch in wenig genutzten oder still gelegten Bereichen?
  • Gibt es Wasseransammlungen im Betrieb, wie zum Beispiel Pfützen unter Arbeitstischen oder Kühlgeräten?
  • Wird der Fettabscheider regelmäßig geleert und im erforderlichen Umfang gewartet? Ist auch das Umfeld sauber?
  • Gibt es offene Fenster, durch die die Tiere ins Gebäude eindringen können?

Da Schmetterlingsmücken auch kilometerweit durch Gerüche angelockt werden, sollten alle Fenster, die ins Freie zu öffnen sind, mit engmaschigen Insektenschutzgittern versehen sein. Damit die Plagegeister in Ihrem Betrieb gar nicht erst Heimat finden.

(js)


Klimaanlagen: EnEV 2009 fordert regelmäßige Inspektion

In Zeiten steigender Energiekosten sind Privathaushalte wie Unternehmen seit Jahren daran interessiert, diese Kosten zu senken. Wirtschaft und Politik unterstützen diesen Trend durch entsprechende Optimierungskonzepte und Gesetze. So ist zum Beispiel - je nach Gebäudetyp - spätestens seit Juli 2009 ein Energieausweis für Gebäude Pflicht (gesaaktuell berichtete). Ist dieser Energieausweis erstellt, gehen viele Gebäudebetreiber davon aus, dass den gesetzlichen Forderungen Genüge getan ist. Weit gefehlt - so verpflichtet der Gesetzgeber zum Beispiel bei Klimaanlagen zur Durchführung einer Energieinspektion.

Bereits in der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2007 wurde eine solche Energieinspektion gefordert - jedoch nur für Anlagen, die älter als 20 Jahre sind. Mit der Überarbeitung der Verordnung im vergangenen Jahr EnEV 2009 wurde das Thema ausgeweitet. Seither müssen generell alle Klimaanlagen mit einem Kältebedarf von mehr als 12kW thermischer Kälteleistung periodisch einer energetischen Inspektion unterzogen werden. Für bestehende Anlagen gelten Übergangsfristen. Die Frist für über 20 Jahre alte Anlagen ist bereits Ende September 2009 abgelaufen. Inspektionen dürfen nur durch fachkundiges Personal durchgeführt werden.

Ziel der energetischen Kontrolle ist es, "dem Betreiber Ratschläge in Form von kurz gefassten fachlichen Hinweisen für Maßnahmen zur kostengünstigen Verbesserung der energetischen Eigenschaften der Anlage, für deren Austausch oder für Alternativlösungen zu geben". Die Umsetzung der EnEV 2009 wird durch die zuständige Landesbehörde überprüft.

Weitere Informationen und die Änderungen gegenüber der Fassung EnEV 2007 finden Sie hier.

(ro)


Neue DIN: Verbandkästen aktualisieren!

 

Auch bei kleinen Unfällen im Betrieb sind häufig schnelle und zielführende Reaktionen maßgeblich für die Regeneration verletzter Körperteile. Knickt man beispielsweise um, entscheidet eine rasche Kühlung des betroffenen Gelenks über die Schwellungsstärke. Damit die am häufigsten in Betrieben vorkommenden Unfälle mit Erste-Hilfe-Maßnahmen zeitnah richtig behandelt werden können, wurden die DIN-Normen, die den Inhalt von Verbandkästen regeln, auf Basis des aktuellen Unfallgeschehens aktualisiert.

Je nach Betriebsgröße und betrieblichen Gefahren müssen mehrere große oder kleine Verbandkästen zur Verfügung stehen.

 

Deren Inhalte sind in den DIN-Normen 13157 (klein) und 13169 (groß) geregelt. So gehören etwa Kälte-Sofortkompressen, die ohne Vorkühlung einsetzbar sind, größere Pflasterstrips oder kleine Verbandpäckchen neu in die Betriebsverbandkästen. Dagegen entfallen Verbandtuch und Netzverband für Extremitäten.

Da sich nicht alle Positionen geändert haben, ist ein komplett neuer Verbandkasten nicht notwendig. Empfehlenswert ist eine Anpassung vorhandener Erste-Hilfe-Koffer. Eine Übersicht, welche Inhalte sich geändert haben, erhalten Sie hier.

Weitere Informationen: dguv.de und bgw.de

(ro)
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AUS DER gesa HYGIENE-GRUPPE
Zertifizierter Arbeitsschutz nach OHRIS

 

Die bestehenden integrierten Managementsysteme - Qualitätsmanagement und Umweltmanagement - der Unternehmen der gesa Hygiene-Gruppe wurden inzwischen um ein weiteres System ergänzt. Das Thema Arbeitssicherheit, das schon immer eine wichtige Rolle in jedem einzelnen Unternehmen gespielt hat, wurde jetzt weiter ausgebaut und integriert.

OHRIS (Occupational Health- and Risk-Managementsystem) ist ein Managementsystem für Arbeitsschutz und Anlagensicherheit.

 

Es erfüllt auch alle Forderungen weltweit gültiger Standards: so zum Beispiel die der "Guidelines on occupational safety and health management systems, ILO-OSH 2001", des "Nationalen Leitfadens für Arbeitsschutzmanagementsysteme", "OHSAS 18001", des "LASI (Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik)-Leitfadens Arbeitsschutzmanagementsysteme, LV21" und anderer. Mit OHRIS wird die Eigenverantwortung der Unternehmen gestärkt und die direkte Überwachung durch eine überwachte Eigenverantwortung ersetzt. Das System sichert den Schutz der Beschäftigten und verbessert die Sicherheit technischer Anlagen.

Ende April und Anfang Mai fanden die einzelnen Systemprüfungen in den Unternehmen der gesa Hygiene-Gruppe statt. Das Gewerbeaufsichtsamt durchleuchtete bestehende Prozesse und ihre Umsetzung. Die Anerkennung des betrieblichen Arbeitsschutzmanagementsystems wurde mit den einzelnen Registrierungsnummern ausgesprochen und im Anerkennungsregister veröffentlicht.

(ro)


gemex mit neuem Auftritt

"Zielsicher Schädlingsfrei -Gemex Quality Pest Management QPM®" - unter diesem Motto präsentiert sich gemex Hygiene und Vorratsschutz in ihrer neuen Broschüre. Klar und aussagekräftig werden Kompetenz und Servicequalität auf den Punkt gebracht.

Der Mehr-Wert für Kunden auf einen Blick: Neben Leistungen und Zusatzservice werden die kleinen Dinge, die den großen Unterschied ausmachen, authentisch dargestellt. Überzeugen Sie sich selbst! Die Broschüre erhalten Sie unter gemex@gesa.de oder telefonisch unter 0821 79015-200.

(ro)
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DIENSTLEISTUNGEN UND PRODUKTE
Guter Rat ist hier nicht teuer

Als Führungskraft oder Hygieneverantwortliche/r eines lebensmittelverarbeitenden Betriebes haben Sie vielfältige Aufgaben zu erledigen und tragen ein hohes Maß an Verantwortung. Sie wissen: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, also versuchen Sie up to date zu bleiben und die ständig wachsenden Forderungen des Gesetzgebers umzusetzen. Oft keine leichte Aufgabe im hektischen Tagesgeschäft, das nicht viel Zeit für lange Recherchen lässt. Kunden der gesa Hygiene-Gruppe schätzen daher die Beratung der gecos Hygiene + Consulting, die Unterstützung, Entlastung und Sicherheit bringt.

In Ihrem Unternehmen sollen Wasserspender aufgestellt werden - doch welche sind hygienisch unbedenklich? Ihr Lieferant behauptet, Hygieneschleusen seien jetzt Pflicht - auch in Ihrem Betrieb? Der Hustenschutz an Ihrer geplanten neuen Ausgabetheke sieht etwas schmal aus - ob der ausreicht? Sie denken darüber nach, in Ihrem Marktrestaurant Nudeln herzustellen und getrocknet zu verkaufen - welche kritischen Punkte gibt es dabei? Diese Fragen sind nur einige Beispiele aus der täglichen Beratungspraxis der gecos.

Bei aktuellen Skandalen oder Infektionsgeschehen mit breiter Medienberichterstattung steht oft tagelang das Telefon nicht mehr still. Egal ob Salmonellose, BSE, Gammelfleisch, Noroviren oder Schweinegrippe - die Experten der gecos geben ihren Kunden fachkundig und unbürokratisch Auskunft zu allen hygienerelevanten Themen. Viele Fragen lassen sich binnen weniger Minuten klären. Manche Themen müssen dagegen gründlich recherchiert und ausgearbeitet werden. Für Kunden, die ein HQM®-System (Hygiene- und Qualitätsmanagement) eingeführt haben, ist der Beratungsservice im vereinbarten Umfang kostenlos. Für alle anderen gilt: Sprechen Sie uns einfach an - fragen kostet schließlich nichts. Wir freuen uns über Ihren Anruf (Tel. 0821/455411-0) oder Ihre E-Mail (gecos(at)gesa.de).

HQM® ist eine geschützte Marke der gecos Hygiene + Consulting GmbH.

(js)
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MEDIEN-TIPP
Reisen - aber bitte klimaschonend!

Nicht nur drohende Vulkanaschewolken sind ein Grund, sich bei der Urlaubsplanung die Wahl des Verkehrsmittels genau zu überlegen. Auch die Vermeidung von Treibhausgasen sollte dabei eine Rolle spielen. Wer trotzdem auf eine Flugreise nicht verzichten kann: Mit einem freiwilligen Beitrag kann man Emissionen ausgleichen. Es kommt allerdings darauf an, das Geld für sinnvolle und wirksame Projekte auszugeben.

 

Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA) hat dafür einen Leitfaden zur freiwilligen Kompensation von Treibhausgasemissionen entwickelt. Er soll Verbraucherinnen und Verbraucher in die Lage versetzen, die Qualität von entsprechenden Angeboten besser zu beurteilen. Der Leitfaden erklärt die Funktionsweise von Klimaschutzprojekten und stellt die verschiedenen Arten und Standards der Zertifikate vor, die auf dem Markt angeboten werden. Außerdem ist er für die Anbieter von Kompensationsdienstleistungen oder "klimaneutralen" Produkten eine gute Hilfe, ihre Angebote an Qualitätsstandards auszurichten. Eine Checkliste ermöglicht es, die verschiedenen Angebote schnell und praxisnah zu bewerten.

Leitfaden und Checkliste gibt es auf den Internetseiten der DEHSt zum kostenlosen Download.

(ie)
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gesandra
Gesandra weiß Bescheid

Wer kennt es nicht: Man verbringt den Urlaub im deutschsprachigen Ausland und versteht im Restaurant die Begriffe auf der Speisekarte nicht. Oder haben Sie etwa schon einmal von einem "Egli" oder "Kretzer" gehört? In Deutschland hätte man einfach einen Barsch bestellt. Statt Bohnen gibt es in Österreich "Fisolen". Und an Stelle einer Frikadelle wird einem in der Schweiz ein "Haggbifdeggli" serviert.

Zur Völkerverständigung trägt Gesandra mit diesem praktischen Link zum deutsch-österreichisch-schweizerischen Küchenlexikon bei chefkoch.de bei. Damit Sie das nächste Mal genau wissen, was Sie bestellen!

(ie)

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen schönen Sommer und - wenn es soweit ist - einen erholsamen Urlaub.

Ihr Redaktionsteam
redaktion(at)gesa.de

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Impressum

Dieser Newsletter wird 4 x pro Jahr herausgegeben von:
gesa Hygiene-Gruppe Gubener Straße 32 86156 Augsburg
Telefon: 0821 79015-0 Fax: 0821 79015-399 E-Mail: redaktion(at)gesa.de
V.i.S.d.P.: Anja Rothmund
Redaktion und Text: Ingrid Erne, Brigitte Megerle, Anja Rothmund, Jutta Schedler
Bildnachweis: www.insektoid.info (Schmetterlingsmücke); fotolia (Verbandkasten, Wegweiser)
Impressum nach § 5 TMG
Der nächste Newsletter erscheint Anfang September 2010.


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