Ausgabe 44 / 6. Juni 2012 | ISSN 1613 - 9240
Falls dieser Newsletter nicht richtig dargestellt wird, bitte hier klicken

  Gewinnspiel:
Unter allen gesaaktuell-Abonnenten
und Neu-Abonnenten bis 31.12.2012
verlosen wir ein iPad!
Mehr Infos und Teilnahmebedingungen hier!

Inhaltsverzeichnis
BRANCHEN-NEWS
»  Deckel zu beim Spülen!
»  Neue Normen für mehr Lebensmittelsicherheit
»  Bettwanzen auf dem Vormarsch
»  Schutz vor Campylobacter

AUS DER Gesa HYGIENE-GRUPPE
»  Neue RLT-Regelwerke: Gesec beteiligt sich an Roadshow

DIENSTLEISTUNGEN UND PRODUKTE
»  Lebensmittelskandale: Wie verhindert man den Super-Gau?

MEDIEN-TIPP
»  Neue Broschüre: Lebensmittelkennzeichnung kurz und knapp

gesandra
»  Gesandra schmunzelt…

BRANCHEN-NEWS
Deckel zu beim Spülen!

 

Jeder Topf hat einen Deckel. Und dieser sollte möglichst immer geschlossen sein – zumindest wenn es um den Spülvorgang in Toilettenanlangen geht. Denn jeder Druck aufs Knöpfchen wirbelt Partikel mit Bakterien auf, sogenannte Aerosole, die entweder sofort eingeatmet werden oder sich auf der Oberfläche der direkten Umgebung ablagern. Auf diese Weise werden Fäkalkeime schnell verteilt und können Krankheiten auslösen. Vor allem immungeschwächte Personen sind dafür sehr anfällig.

 

Das Microbiology Department der Leeds General Infirmary in Großbritannien hat hierzu eine Studie in einem Krankenhaus durchgeführt. Hintergrund war die zunehmende Verbreitung von Durchfallerkrankungen, verursacht durch Clostridium difficile, die meist nach Antibiotika-Therapien auftritt. Das Ergebnis: Das Schließen des Toilettendeckels minimiert die Verteilung von Clostridium difficile in der Toilettenkabine. Das Bakterium wurde bei geöffnetem Deckel in einer zwölffach höheren Menge in der direkten Umgebung nachgewiesen.

Dieses Resultat unterstreicht, dass gerade im hygienischen Bereich einfache Maßnahmen große Wirkung haben können. Neben einer konsequenten Handhygiene und regelmäßiger Reinigung lautet die simple Devise im Kampf gegen die Ausbreitung dieser Durchfallerkrankung: Deckel zu beim Spülen!

Die Studie wurde im International Journal of Hospital Infections veröffentlicht.

(ro)



Neue Normen für mehr Lebensmittelsicherheit

 

Zwei DIN-Normen aus der Normenreihe 10500 ff. „Lebensmittelhygiene“ wurden im März 2012 in einer überarbeiteten Version veröffentlicht. Die neuen Normen sind für all diejenigen wichtig, die mit den Themen Lebensmittelhygiene oder Gemeinschaftsverpflegung zu tun haben: DIN 10506 „Lebensmittelhygiene – Gemeinschaftsverpflegung“ und DIN 10508 „Lebensmittelhygiene – Temperaturen für Lebensmittel“ geben wichtige Hilfestellung und ergänzen bzw. präzisieren die gesetzlichen Vorschriften.

 

Radikal überarbeitet und im positiven Sinne präzisiert wurde DIN 10506. Diese dient zur Orientierung und soll die Einhaltung von hygienisch einwandfreien Bedingungen beim Umgang mit Lebensmitteln in der Gemeinschaftsverpflegung erleichtern, um den Schutz des Verbrauchers vor gesundheitlichen Gefahren sicherzustellen. Die Norm richtet sich an alle Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung und legt Anforderungen an die Planung und Konstruktion sowie das Betreiben dieser Einrichtungen fest. DIN 10506 ist allgemein für alle Bereiche der Gemeinschaftsverpflegung formuliert und stellt somit eine Grundnorm dar. Anwender der Norm sind neben den Planern alle Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung, wie zum Beispiel Kantinen, Mensen, Cafeterias, Küchen und Speisenausgabestellen in Krankenhäusern, sozialen Einrichtungen, Schulen und Kitas, Kasernen und dergleichen sowie gegebenenfalls Gaststätten und Restaurants. Sie kann auch bei nicht gewerbsmäßiger Herstellung und Abgabe von Lebensmitteln (zum Beispiel bei Kirchen- und Vereinsfesten, karitativen Veranstaltungen) als Orientierung für die Planung und Durchführung herangezogen werden.

Ebenfalls überarbeitet wurde DIN 10508: Diese Norm, die Temperaturanforderungen für verschiedene Lebensmittelkategorien definiert, richtet sich an alle Lebensmittelunternehmer, aber auch an die amtliche Überwachung, die die in der Norm aufgeführten Temperaturen häufig für ihre Bewertungen heranzieht. Überarbeitet wurden hier vor allem die Temperatur-Zeit-Relationen für heiß auszugebende Speisen bei verschiedenen Produktions- bzw. Speisenverteilsystemen, außerdem einige Hinweise und Verweise.

Kostenpflichtiger Bezug der Normen: Beuth Verlag

(js)



Bettwanzen auf dem Vormarsch

 

Sie galt bereits als vergessenes Relikt: die Bettwanze (Cimex lectularius). Doch nun sie ist zurück und verbreitet sich weltweit in großer Geschwindigkeit sowohl in Hotelbetten und Jugendherbergen als auch in öffentlichen Gebäuden und Privatwohnungen. Der globale Warenaustausch, Fernreisen, aber auch gebrauchte Möbel sind der Grund dafür. Bettwanzen gelangen übers Reisegepäck, über Kleidung oder Mitbringsel zu uns. Seit dem Verbot von Insektiziden wie DDT in den 1970er Jahren ist ihnen immer schwerer beizukommen.

 

Bettwanzen sind nachtaktive Insekten, etwa fünf Millimeter groß, und sie vermehren sich äußerst schnell. Die von der Körperwärme und dem CO2-Austoß der Menschen angelockten Ekto-Parasiten saugen sich bis zu zehn Minuten lang voll und werden dabei kugelrund. Die Parasiten verbergen sich tagsüber hinter Tapeten, unter Teppichen und Fußleisten, in Bilderrahmen, Steckdosen und Lichtschaltern und natürlich in Ritzen des Bettgestells und Matratzennähten. Nachts werden sie aktiv und suchen Nahrung bei einem geeigneten Wirt. Morgens findet man Bettwanzenbisse dann vor allem an freien Körperstellen wie Armen und Beinen in Form von juckenden Quaddeln. Besonders sensible Menschen reagieren zum Teil auch mit massiv angeschwollenen Stichen, die Hautinfektionen oder allergische Reaktionen auslösen können.

Neben den Bissen verraten Blutflecken auf der Bettwäsche, dunkle Flecken auf der Matratze oder an der Wand (Häutungshüllen und Kot der Tiere) und ein unangenehmer, süßlicher Geruch die Anwesenheit von Bettwanzen.

Die Bekämpfung eines Bettwanzenbefalls muss durch den professionellen Schädlingsbekämpfer mit hochwirksamen Insektiziden und über mehrere Maßnahmen hinweg durchgeführt werden, so dass eine erfolgreiche Tilgung einige Wochen in Anspruch nimmt. Wichtig ist es, der Weiterverbreitung der Parasiten innerhalb einer Wohnung oder eines Gebäudes gewissenhaft vorzubeugen und auch nach einer Bekämpfung immer wieder Kontrollen auf Bettwanzen und ihre Spuren durchzuführen.

(tk)



Schutz vor Campylobacter

 

Infektionen mit Campylobacter, ein Bakterium, das vor allem in rohem Geflügelfleisch, aber auch in Rohmilch sowie Rind- und Schweinefleisch vorkommt, sind weltweit verbreitet. 2011 wurden allein in Deutschland mehr als 70.000 Fälle registriert. Damit ist Campylobacter nicht nur hierzulande der häufigste bakterielle Erreger von Durchfallerkrankungen.

 

Die Keime können schon in geringen Keimzahlen teils schwer verlaufende Durchfälle verursachen, typischerweise in Verbindung mit Fieber und/oder Unterbauchkrämpfen, die in der Regel nach einigen Tagen selbst ausheilen. In seltenen Fällen können aber auch Komplikationen auftreten, zum Beispiel Erkrankungen des Nervensystems. Doch wie kann man sich vor Infektionen mit Campylobacter schützen?

Die Übertragung auf den Menschen erfolgt meist über kontaminierte Lebensmittel. Campylobacter führt nicht zum Verderb des Lebensmittels, weshalb man den Erreger weder am Geruch noch am Aussehen feststellen kann. Die Bakterien werden in hoher Konzentration vor allem im Kot von Tieren gefunden; die Tiere selbst erkranken dabei aber meist nicht. Bei der Lebensmittelgewinnung, zum Beispiel beim Schlachten oder beim Melken, können die Keime dann in oder auf das Produkt gelangen. Campylobacter ist deshalb häufig in rohen oder unzureichend erhitzten, vom Tier stammenden Lebensmitteln nachzuweisen.

Zur Information der Verbraucher hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bereits 2009 ein kostenloses, immer noch aktuelles Merkblatt herausgegeben. Demnach ist es besonders wichtig, Kreuzkontaminationen zu vermeiden, also die Keimübertragung zum Beispiel von einem (meist rohen) Lebensmittel auf ein anderes. Außerdem sollte man eine indirekte Übertragung über kontaminierte Hände, Geräte, Arbeitsflächen oder andere Küchenutensilien durch Maßnahmen der Küchenhygiene vermeiden. Vor allem bei der Zubereitung von rohem Geflügelfleisch ist eine besondere hygienische Sorgfalt notwendig. Gründliches Händewaschen vor, während und nach der Zubereitung von Lebensmitteln ist generell äußerst wichtig. Campylobacter lässt sich durch Erhitzen abtöten. Geflügel- und Fleischgerichte sollten daher im Inneren für zwei Minuten auf mindestens 75 °C erhitzt werden.

Weitere Verbrauchertipps zum Schutz vor lebensmittelbedingten Infektionen mit Campylobacter liefert das entsprechende BfR-Merkblatt (PDF-Datei, 310 KB).

(mls)

zum Inhaltsverzeichniszum Inhaltsverzeichnis


AUS DER Gesa HYGIENE-GRUPPE
Neue RLT-Regelwerke: Gesec beteiligt sich an Roadshow

Wie beeinflussen die neuen Regelwerke VDI 6022 und DIN EN 15780 die hygienischen Anforderungen an raumlufttechnische (RLT) Anlagen? Wie sehen die veränderten Anforderungen aus? Welcher Aufwand muss betrieben werden, um hygienisch einwandfreie Anlagen zu erhalten?

Alles, was Sie dazu wissen müssen, beleuchtet die bundesweite Veranstaltungsreihe „Theorie und Praxis der Richtlinienreihe VDI 6022 und der DIN EN 15780“. Organisator ist die cci Dialog GmbH in Zusammenarbeit mit dem Fachinstitut Gebäude Klima e.V. (fgk). Auch die Gesec ist mit Anja Rothmund als Referentin bei dieser Fachtagung vertreten.

Die Vorträge haben folgende Themenschwerpunkte:

  • Anforderungen an Planung, Herstellung, Errichtung, Inbetriebnahme und Betrieb von RLT-Anlagen
  • Hygieneinspektionen und -kontrollen
  • Hygiene-Erstinspektionen
  • Grundlagen, Anforderungen und praktische Umsetzung der neuen DIN EN 15780
  • Beurteilung der Raumluftqualität nach VDI 6022, Blatt 3+4
  • Spannungsfeld Außenluftqualität, Raumluftqualität und erforderliche Luftfilterqualität

Die Veranstaltungen finden im Zeitraum 19. bis 29. Juni 2012 in Berlin, Düsseldorf, München und Frankfurt/Main statt. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

(ro)

zum Inhaltsverzeichniszum Inhaltsverzeichnis


DIENSTLEISTUNGEN UND PRODUKTE
Lebensmittelskandale: Wie verhindert man den Super-Gau?

 

In manchen Betrieben wird der Schädlingsbekämpfung zu wenig Bedeutung beigemessen. Dies kann im schlimmsten Fall zur Insolvenz eines Unternehmens führen. Erst jüngst ging die Geschichte eines Backbetriebs durch die Tagespresse. Die Öffentlichkeit verfolgte mit Erstaunen den Imageverfall einer Marke von hohem Bekanntheitsgrad. Es ist nicht sicher, ob sie sich davon jemals wieder erholen kann. Mangelnde Hygiene war der Grund. Ratten und Mäuse, Schaben und Mehlmotten waren in dem diesem Fall nur die Spitze des Eisbergs.

 

Schädlingsbekämpfung ist Teil des Qualitäts- und Hygienemanagements eines Unternehmens. Sie ist eingebunden in eine Summe von Maßnahmen, die dazu dienen, die Produktqualität während des Herstellungsprozesses zu sichern und dabei interne Standards und externe Branchenstandards einzuhalten. Gemex Hygiene + Vorratsschutz ist Partner der Unternehmen und sorgt mit dafür, dass Audits bestanden und Zertifizierungen erreicht werden.

Was sind nun die Erkennungsmerkmale eines Dienstleisters, der ein ernstzunehmender Partner ist? Dazu gehören neben Zertifizierungen im Qualitätsmanagement auch Lösungsfähigkeit, Umsetzungskompetenz, Leistungsvermögen, Zukunftsfähigkeit und Referenzen vergleichbarer Objekte. Ein System zur Schädlingsbekämpfung bedeutet bei Gemex: Alle Faktoren, die zu einem Schädlingsbefall führen oder führen könnten, werden berücksichtigt und finden Eingang in ein Konzept, das speziell auf den Kunden zugeschnitten ist.

Will ein Unternehmen wirklich auf der sicheren Seite sein, muss es auch die Schädlingsbekämpfung einem Spezialisten überlassen und darf sie nicht einem Kammerjäger anvertrauen. Gemex ist ausschließlich auf Kunden mit höchsten Ansprüchen spezialisiert und in der Lage, allen Anforderungen mit entsprechendem Know-how zu begegnen. Ihr Ansprechpartner bei Gemex: Thomas.Kniep(at)gemex.de

(tk)

zum Inhaltsverzeichniszum Inhaltsverzeichnis


MEDIEN-TIPP
Neue Broschüre: Lebensmittelkennzeichnung kurz und knapp

 

Viele Verbraucher sind mit dem Informationsdschungel auf Lebensmittelverpackungen überfordert. Dabei gibt es klar definierte Regeln: Bestimmte Angaben müssen generell auf der Verpackung stehen, und in Zukunft sollen es noch mehr werden. Ab 2016 müssen beispielsweise alle Produkte verpflichtend bestimmte Nährwertangaben tragen, ebenso gibt es für gesundheitsbezogene Aussagen eindeutige Vorschriften.

 

Um Licht ins Dunkel zu bringen, hat nun der aid Informationsdienst eine kleine Broschüre herausgegeben. In der neuen Kompaktinfo „Lebensmittelkennzeichnung kurz und knapp“ sind alle wichtigen Informationen zur Kennzeichnung von verpackten Lebensmitteln humorvoll gestaltet und auf nur 16 Seiten kurz und übersichtlich zusammengefasst. Sehr nett gemacht und damit absolut empfehlenswert!

Der Download der Broschüre (PDF-Datei) ist kostenlos. Auch die Printausgabe ist bis 50 Stück kostenfrei. Bezug und weitere Informationen: aid-medienshop.de

(mls)

zum Inhaltsverzeichniszum Inhaltsverzeichnis


gesandra
Gesandra schmunzelt…

Zwei Männer in der Restauranttoilette. Als der erste fertig ist, will er den Raum verlassen, ohne sich die Hände zu waschen. Da ruft ihm der andere nach: „Und was ist mit Händewaschen?!" „Keine Zeit, die Küche ruft!"

Mit humorvollen Grüßen

Ihr Redaktionsteam
redaktion(at)gesa.de

zum Inhaltsverzeichniszum Inhaltsverzeichnis


Impressum

Dieser Newsletter wird 4 x pro Jahr herausgegeben von:
Gesa Hygiene-Gruppe Gubener Straße 32 86156 Augsburg
Telefon: 0821 79015-0 Fax: 0821 79015-399 E-Mail: redaktion(at)gesa.de
V.i.S.d.P.: Anja Rothmund
Redaktion und Text: Ingrid Erne, Thomas Kniep, Anja Rothmund, Jutta Schedler
Bildnachweis: fotolia, naturfoto-cz.de (Bettwanze)
Nach § 5 TMG: Impressum
Der nächste Newsletter erscheint Anfang September 2012.


EMPFEHLEN
Wenn Ihnen dieser Newsletter gefallen hat, dann leiten Sie ihn doch bitte einfach weiter an Kollegen, Freunde und Bekannte! Sie können den Newsletter kostenlos auf unserer Homepage www.gesa.de bestellen. Vielen Dank!

© Gesa Hygiene-Gruppe 2012. Alle Rechte vorbehalten.
Trotz gewissenhafter Bearbeitung aller Beiträge kann eine Haftung für deren Inhalt nicht übernommen werden. Für Inhalte von verlinkten Seiten übernehmen wir keine Haftung. Alle Angaben sind ohne Gewähr.

PROBLEME?
Werden die aufgeführten Links nicht richtig angezeigt, überprüfen Sie bitte, ob Mails im html-Format in Ihrem System richtig angezeigt werden und fragen Sie Ihren Systemadministrator, ob die Sicherheitseinstellungen Ihres Systems Links aus Mails zulassen.
Sollten nach Abklärung beider Sachverhalte die betreffenden Links nicht funktionieren, nehmen Sie bitte Kontakt mit Frau Anja Rothmund unter anja.rothmund(at)gesa.de auf.

Sie möchten gesaaktuell, den Newsletter der Gesa Hygiene-Gruppe, künftig nicht mehr erhalten? Zum Abmelden klicken Sie hier!
Niederlassungen in
Hamburg, Ratingen,
Leipzig, Frankfurt, Stuttgart
Zaehlpixel