Ausgabe 39 / 03.03.2011 | ISSN 1613 - 9240
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Inhaltsverzeichnis
BRANCHEN-NEWS
»  EHEC - die unterschätzte Gefahr
»  "Silberfischchen in meinem Bett"
»  Chemikalien: Neue Einstufung und Kennzeichnung

AUS DER Gesa HYGIENE-GRUPPE
»  Bekanntes Gesicht in neuer Position: Oliver Stier

DIENSTLEISTUNGEN UND PRODUKTE
»  NEU: Trinkwasseruntersuchungen durch gesec

MEDIEN-TIPP
»  Ideales Innenraumklima - Fehlanzeige?

gesandra
»  ... will's wissen! Ein Bilderrätsel.

BRANCHEN-NEWS
EHEC - die unterschätzte Gefahr

 

Viele Menschen haben noch nie davon gehört: EHEC, das sind sogenannte enterohämorrhagische Escherichia coli, die in Deutschland pro Jahr etwa 900 registrierte Infektionsfälle verursachen. Zuzüglich einer vermutlich nicht unerheblichen Dunkelziffer, denn Erwachsene können sich mit EHEC infizieren, ohne dass Symptome auftreten. Allerdings können EHEC-Infektionen auch mit einem schweren Krankheitsverlauf verbunden sein und zu lebenslangen Spätschäden (zum Beispiel Bluthochdruck oder Niereninsuffizienz) mit möglicherweise tödlichem Ausgang führen.

 

Daher gehören diese Bakterien zu den bedeutendsten Ursachen für bakterielle Infektionen, die über Lebensmittel übertragen werden. EHEC sind eine besondere Art von E. coli-Bakterien. Die von ihnen produzierten Zellgifte verursachen Erkrankungen wie leichte bis schwere, blutige Durchfallerkrankungen oder das gefürchtete hämolytisch-urämische Syndrom (HUS), eine Erkrankung, die sich in Blutgerinnungsstörungen, einer Zerstörung der roten Blutkörperchen bis hin zum akuten Nierenversagen äußern kann. Gefährdet sind vor allem Säuglinge, Kleinkinder, ältere und abwehrgeschwächte Menschen.

EHEC kommen natürlicherweise im Verdauungstrakt von Wiederkäuern vor, zum Beispiel bei Rindern, Schafen und Ziegen. Die Tiere erkranken selbst nicht, scheiden aber die Bakterien mit ihrem Kot aus. Da EHEC relativ unempfindlich sind, können sie in der Umwelt, im Boden und im Wasser wochenlang überleben. Beim Melken oder Schlachten gelangen sie in die Milch bzw. auf das Fleisch. Über verunreinigtes Wasser und durch Düngen mit Gülle oder Mist können auch pflanzliche Lebensmittel wie Obst und Gemüse mit den Bakterien belastet sein. Durch Fehler in der Nahrungsmittelzubereitung und durch unzureichende Küchenhygiene gelangen diese möglicherweise in andere verzehrsfertige Lebensmittel. Auch EHEC-infizierte Menschen scheiden den Keim aus und geben Infektionen so an andere weiter. Über den direkten Tierkontakt, zum Beispiel auf Bauernhöfen oder in Streichelzoos, können EHEC-Bakterien ebenfalls übertragen werden.

Um EHEC-Infektionen zu vermeiden, hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kürzlich ein informatives Merkblatt mit Verbrauchertipps herausgegeben. Fleisch und Hackfleisch sollten beispielsweise vor dem Verzehr ausreichend erhitzt, Rohmilch vor dem Verzehr abgekocht werden. Wichtig sei auch, die Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife zu waschen (vor jeder Zubereitung von Speisen, nach Kontakt mit Tieren oder rohem Fleisch und vor dem Essen). Risikogruppen sollten bestimmte Lebensmittel vermeiden. Diese und weitere Verbrauchertipps zum Schutz vor Infektionen mit enterohämorrhagischen E. coli (EHEC) finden Sie im entsprechenden BfR-Merkblatt (PDF-Datei, 510 KB).

Quelle:
BfR Presseinfo 02/2011 vom 14.01.2011

(js)



"Silberfischchen in meinem Bett"

Na dann: Gute Nacht! Mit dem Song "Silberfischchen in meinem Bett" setzte die Band "Fettes Brot" diesem Tierchen ein ungewöhnliches Denkmal. Seinen Namen verdankt es den silbergrauen Schuppen und dem stromlinienförmigen Körper. Meist bemerken wir die Lästlinge erst, wenn sie sich im Waschbecken fangen und es nicht mehr in die dunklen Ritzen schaffen.

Das Silberfischchen (Lepisma saccharina) bevölkert die Welt seit über 300 Millionen Jahren. Der Beweis, dass es auch ohne uns könnte. Doch der angenehmeren Lebensbedingungen wegen folgt es heute treu dem Menschen. Das Fischchen liebt es warm und feucht, ernährt sich u.a. von heruntergefallenen Haaren und Hautschuppen und bevölkert bevorzugt Küche und Bad. Eigentlich ist bei acht Jahren Lebenserwartung und der Fähigkeit zu Hungern eine lange Freundschaft möglich, wäre da nicht das Anknabbern von Baumwolle, Leinen, Seide, Leder und sogar Kunstfaser.

Extremer Befall ist ein Warnsignal für Feuchtigkeitsprobleme. Der Entzug von Feuchtigkeit beendet am nachhaltigsten die Wohngemeinschaft mit den Tierchen und beugt weiteren Schäden vor.

(bm)



Chemikalien: Neue Einstufung und Kennzeichnung

 

Auf Ihrem WC-Reiniger prangt vermutlich eines, und auch auf den Reinigertabs für die Spülmaschine oder dem Imprägnierspray für die Schuhe: ein Gefahrensymbol, zum Beispiel ein schwarzes Kreuz auf orangefarbenem Hintergrund - was nach bisherigem Recht "reizend" oder "gesundheitsschädlich" bedeutet.

 

Von diesen vertrauten Symbolen müssen wir uns aber langsam verabschieden, denn im Rahmen der weltweiten Harmonisierung der Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien werden schrittweise auch neue Piktogramme eingeführt, schwarz auf weißem Grund mit einem roten Rahmen in Rautenform.

Das Global Harmonisierte System (GHS) bringt weltweit ein einheitliches System für die Einstufung der Gefahren, die von Chemikalien ausgehen können, sowie für die Gefahrenkommunikation durch die Verwendung gleicher Kennzeichnungselemente. Von der EU wurden diese Regelungen als sogenannte CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (Regulation on classification, labelling and packaging of substances and mixtures) umgesetzt, die am 20. Januar 2009 in Kraft trat. Neben den Gefahrenpiktogrammen ändern sich unter anderem die bisherigen Bezeichnungen der Gefahren (zum Beispiel giftig, gesundheitsschädlich), die den Gefahrensymbolen zugeordnet waren. Diese weichen jetzt den zwei sogenannten Signalwörtern "Gefahr" oder "Achtung". Die gewohnten R- und S-Sätze werden ausgetauscht gegen H- und P-Hinweise (hazard and precautionary statements).

Seit dem 1. Dezember 2010 müssen Stoffe und ab dem 1. Juni 2015 auch Gemische nach dem neuen Recht gekennzeichnet werden; erlaubt ist es aber schon jetzt. Egal welches Kennzeichnungsrecht innerhalb der Übergangsfristen gewählt wird: Auf dem Etikett darf nur eine Kennzeichnung, nach altem oder neuem Recht, erfolgen. Im Sicherheitsdatenblatt muss die alte Einstufung nach den Richtlinien 67/548/EWG bzw. 1999/45/EG noch bis zum 1. Juni 2015 angegeben werden.

Weitere Informationen:
Infoblatt der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: GHS - die neue Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien in der EU (PDF-Datei, 654 KB)

(js)

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AUS DER Gesa HYGIENE-GRUPPE
Bekanntes Gesicht in neuer Position: Oliver Stier

 

Seit 2002 bereichert Oliver Stier in unterschiedlichen Positionen das Team der gesec Hygiene + Instandhaltung. Der 32-jährige ist engagierter Fußball-Fan - und mit ebenso viel Leidenschaft ist er für die Niederlassung in Hamburg tätig. Das waschechte Nordlicht trifft dabei immer den Ton der Region. Als Technischer Leiter ist Oliver Stier nun seit August 2010 unter anderem für Aufnahmen und Kalkulationen, Kundenbetreuung, Ausbildung der Techniker, technische Beratung von Kunden und Interessenten sowie Unterstützung der Serviceplanung zuständig.

 

Im Dienstleistungsbereich Technische Tiefenhygiene für Großküchen kommt der gelernte Elektroniker und staatlich geprüfte Desinfektor zusätzlich als Teamleiter zum Einsatz. Damit nicht genug: Die Qualifikation zur Entnahme von Trinkwasserproben sowie die Schulung zur Trinkwasserhygiene nach VDI 6023 hat Oliver Stier Ende 2010 erfolgreich absolviert.

Oliver Stier ist als echter Allrounder und profunder Kenner des Unternehmens in der Niederlassung in Hamburg ein wichtiger Pfeiler unseres Erfolgs. Sie erreichen ihn unter oliver.stier(at)gesa.de oder telefonisch unter 040 593533-68.

(ro)

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DIENSTLEISTUNGEN UND PRODUKTE
NEU: Trinkwasseruntersuchungen durch gesec

 

Wasser ist eines der wichtigsten Lebensmittel. Seine Qualität beeinflusst unsere Gesundheit. Dabei ist einwandfreie Wasserqualität nicht nur fürs Trinken wichtig, sondern auch für das Wasser, mit dem wir direkt in Kontakt kommen. So können beim Kochen, Duschen, Baden, beim Herstellen von Lebensmitteln etc. durch verunreinigtes und belastetes Wasser Krankheiten übertragen werden und gesundheitliche Beeinträchtigungen entstehen.

 

Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001), die VDI 6023 "Hygiene in Trinkwasserinstallationen - Anforderungen an Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung" sowie das DVGW-Arbeitsblatt W 551 fordern deshalb regelmäßige Untersuchungen des Trinkwassers für den menschlichen Gebrauch. Dieses "Wasser für den menschlichen Gebrauch" wird in der TrinkwV 2001 als "Trinkwasser" und "Wasser für Lebensmittelbetriebe" definiert. Dabei sind Herkunft, Aggregatzustand und Bereitstellung völlig gleichgültig. Ziel ist es, eine nachteilige gesundheitliche Beeinträchtigung durch verunreinigtes Wasser für Menschen auszuschließen. Um dies zu gewährleisten, ist der Unternehmer oder sonstige Inhaber einer Wasserversorgung für die regelmäßige Überprüfung zum Beispiel der definierten mikrobiologischen und chemischen Parameter verantwortlich.

Die Probenentnahme von Trinkwasser rundet das Dienstleistungsspektrum von gesec ab. Sind Sie als Verantwortlicher auf der sicheren Seite? Wir beraten Sie gerne! anja.rothmund(at)gesa.de, Tel.: 0821 79015-340.

(ro)

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MEDIEN-TIPP
Ideales Innenraumklima - Fehlanzeige?

Bei Neuplanungen von Gebäuden stehen derzeit Themen wie Energiebilanz und CO2-Ausstoß im Vordergrund. Das trifft auch für die technische Gebäudeausrüstung zu. Im Falle der Gebäudebelüftung werden aber häufig Faktoren vernachlässigt, die ebenso wichtig sind: Hygiene, Raumklima, Innenraumluftqualität, Behaglichkeit... Oft führt dies dazu, dass Nutzer sich auf eigene Faust ein angenehmes Raumklima schaffen. Doch Ventilatoren, elektrische Heizlüfter, geöffnete Fenster, mobile Luftbefeuchter oder Klimageräte verursachen letztendlich deutlich höhere Energiekosten.

Der fgk Statusreport 17 "Bewertung des Innenraumklimas - Thermisches Raumklima, Raumluftfeuchte, Außenluftvolumenstrom, Energieeffizienz" greift dieses Thema auf, und zwar speziell für Räume, die von Menschen mit sitzenden Tätigkeiten genutzt werden. Der Statusreport steht als kostenloser Download zur Verfügung. Damit angenehmes Innenraumklima nicht nur ein Traum bleibt!

(ro)

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gesandra
... will's wissen! Ein Bilderrätsel.

 

Ein appetitliches Teilchen - nicht wahr? Erschreckend: Es war in dieser Form tatsächlich mal in einer Großküche im Einsatz.

Erraten Sie, um welchen Gegenstand es sich auf diesem Foto handelt und schreiben Sie uns die Lösung per E-Mail an redaktion(at)gesa.de - unter den richtigen Einsendungen verlosen wir eine kleine Überraschung. Absender nicht vergessen!

Einsendeschluss ist der 30. April 2011.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Rätseln!

Ihr Redaktionsteam
redaktion(at)gesa.de

 
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Impressum

Dieser Newsletter wird 4 x pro Jahr herausgegeben von:
gesa Hygiene-Gruppe Gubener Straße 32 86156 Augsburg
Telefon: 0821 79015-0 Fax: 0821 79015-399 E-Mail: redaktion(at)gesa.de
V.i.S.d.P.: Anja Rothmund
Redaktion und Text: Ingrid Erne, Thomas Kniep, Brigitte Megerle, Anja Rothmund, Jutta Schedler
Bildnachweis: fotolia, National Institutes of Health (USA)
Nach § 5 TMG: Impressum
Der nächste Newsletter erscheint Anfang Juni 2011.


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