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Verdunstungskühlanlagen-Verordnung verabschiedet – kühlen Kopf bewahren!

 
Ausgabe 66/7. Dezember 2017
ISSN 1613 - 9240
 
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  Grünzeug mit Risiken
  Verdunstungskühlanlagen-Verordnung verabschiedet – kühlen Kopf bewahren!
  Giftfrei, gefahrlos, flexibel – wo gibt‘s denn das?
  Gute Frage!
  Gesandra …
   
   
Mit den Legionellose-Ausbrüchen in Ulm und Warstein rückten Verdunstungs-Kühlanlagen, auch Rückkühlwerke genannt, in den besonderen Fokus der Öffentlichkeit. Im Juli 2017 wurde die 42. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (42. BImSchV) im Bundesanzeiger veröffentlicht. Was bedeutet das für Betreiber von Kühltürmen?

Lange Zeit war für viele Verantwortliche ein Kühlturm bzw. Rückkühlwerk oft nur „das Ding vom Dach“, dem im täglichen Betriebsablauf nur wenig Beachtung geschenkt wurde. Dies hat sich mit den fatalen Legionellose-Ausbrüchen in Ulm und Warstein in den Jahren 2010 und 2013 grundlegend geändert, nachdem mit Legionellen verunreinigtes Wasser aus Rückkühlwerken als Infektionsquelle lokalisiert werden konnte. Ziel dieser Verordnung ist es, hohe Legionellen-Konzentrationen in solchen Kühlanlagen zu verhindern und einen hygienisch einwandfreien Betrieb zu gewährleisten.

Für Verantwortliche und Betreiber bedeutet die Verabschiedung dieser Verordnung vor allem:

  • Anzeigepflicht für alle bestehenden und neuen, von der Verordnung erfassten Kühlanlagen, um im Falle eines Legionellose-Ausbruchs eine schnellere Lokalisierung der Verbreitungsquelle zu ermöglichen. Neu errichtete Anlagen sind spätestens einen Monat nach Erstbefüllung, Bestandslagen spätestens zum 20.07.2018 anzuzeigen.

  • Pflicht einer Risikobeurteilung für alle Anlagen. Wie in Deutschland üblich, hat diese Gefährdungsbeurteilung nach dem „aktuellen Stand der Technik“ zu erfolgen. Maßgeblich sind hierfür besonders die einschlägigen Richtlinien des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). In diesem Fall sind die Richtlinien VDI 2047 „Hygiene bei Verdunstungskühlanlagen“ und VDI 3679 „Nassabscheider“ von Bedeutung. Ziel dieser Risikoanalyse soll es sein, auf Basis der örtlichen Gegebenheiten Schutzmaßnahmen abzuleiten und hygienische Schwachstellen zu identifizieren. Gerade im November dieses Jahres wurde der Gründruck der VDI 2047 veröffentlicht, der neben dem Wegfall einiger Passagen auch einige klärende Formulierungen enthält. Ablauf der Einspruchsfrist ist der 30.04.2018.

  • Überwachung der Legionellen-Konzentration. In regelmäßigen Abständen (monatlich) muss eine Wasserprobe des rückgekühlten Wassers entnommen und auf Legionellen und allgemeine Kolonienzahl untersucht werden. Wichtig ist hierbei, dass das zuständige Prüflaboratorium DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert ist. Die entsprechenden Grenzwerte und Richtwerte sind der 42. BImSchV zu entnehmen. Ebenfalls ist 14-tägig über „chemische, physikalische oder mikrobiologische Kenngrößen die hygienische Beschaffenheit des Nutzwassers sicherzustellen“. Erst wenn in zwei aufeinander folgenden Jahren keine Grenzwertüberschreitung festgestellt wurde, kann die periodische Prüfung auf Legionellen auf zwei Monate ausgedehnt werden.


Die in der Verordnung geforderten Maßnahmen sind durchaus als sinnvoll zu betrachten, denn sie verringern die potenzielle Gefahr weiterer Legionellose-Ausbrüche.

Die aktuelle Version der BImSchV ist auf der Internetseite des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz zu finden.

(jds)

Quelle: cci Dialog GmbH, 42. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, Verein Deutscher Ingenieure (VDI)

Bildnachweis: vorclub / Fotolia.com
 
 
 
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