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Gute Frage!

 
Ausgabe 65/7. September 2017
ISSN 1613 - 9240
 
  Heute im Newsletter
   
  „Schwach wie eine Flasche leer“ – Hygienemängel in Fußballstadien
  Allergenkennzeichnung & Co.: Nationale Verordnung in Kraft getreten
  Neuer Allergie-Informationsdienst
  Schädlingsprävention in Groß-Bäckereien… Es geht auch anders!
  Gute Gespräche und spannende Themen beim 1. Gesa Kundenforum
  Gemex erfolgreich re-zertiziert
  Gute Frage!
  Gesandra …
   
   
Kann Geld krank machen?

Geld geht jeden Tag von Hand zu Hand. Sind diese Hände aber auch sauber? Und wie groß ist die Gefahr, sich an kontaminiertem Geld mit infektiösen Krankheiten anzustecken? gesaaktuell hat nachgefragt bei Dr. Christian Raiss vom Hygiene-Institut AYSID.

WDeshalb wird’s nun ein wenig wissenschaftlich, dafür aber fundiert. Übrigens: Sie haben auch eine Frage im Bereich Hygiene, die Sie schon immer mal beantwortet haben wollten? Schreiben Sie eine Mail an redaktion@gesa.de – wir kümmern uns darum!

Zur Untersuchung, ob Euro-Banknoten einen geeigneten Lebensraum für Mikroorganismen und Keime bieten, wurden 10-Euro-Banknoten mit Micrococcus luteus versetzt. Dies ist ein Keim der normalen, gesunden Hautflora und gilt als nicht krankheitserregend. Die Banknoten wurden nach ein, zwei sowie vier Tagen auf ihre Keimbelastung untersucht. Direkt nach dem Trocknen der Geldscheine konnte noch eine große Menge Keime nachgewiesen werden. Bereits nach einem Tag nahm die Keimbelastung drastisch ab und betrug durchschnittlich nur noch 27,4 % der Ausgangszahl. Diese Abnahme setzte sich über die nächsten Tage fort. So wurden am Tag zwei und vier nur noch 2 bis 3 % der Ausgangskeimkonzentration vorgefunden (Fig. 1).


Fig.1: Das Überleben von Keimen (M. luteus) auf Geldscheinen

Am meisten belastet: Geld aus dem Supermarkt

Nach der Feststellung, dass Keime zumindest eine begrenzte Zeit auf den Banknoten überleben können, stellte sich die Frage, ob Banknoten im normalen Zahlungsverkehr ebenfalls mit Bakterien oder auch Pilzen infiziert sein können. Für diese Untersuchung wurde zusätzlich Blutagar verwendet, um klinisch relevante und potentiell gesundheitlich-problematische Keime aufzuzeigen. Es wurden drei unterschiedliche Ausgangsquellen untersucht: Geld aus einem Bankautomaten, Geld aus einer Supermarktkasse (Cash-out) und Geld aus einem Portemonnaie. Generell konnte bei allen untersuchten Geldscheinen Keimbelastung in unterschiedlichen Intensitäten festgestellt werden. Die höchste Dichte von Bakterien, Schimmelpilzen sowie klinisch-relevanten und potentiell humanpathogenen Keimen zeigte sich auf den Geldscheinen des Cash-outs. Mit Blutagar können auch Blut-auflösende Bakterien identifiziert werden. Hier wurden bei den Geldscheinen aus der Hosentasche bei über der Hälfte aller Proben diese speziellen Keime gefunden (3/5 Proben). Bei den Geldscheinen aus dem Bankautomat wiesen nur bei 2 von 5 bzw. 1 von 5 Proben jene Bakterienspezies auf (Fig.2).


Fig.2: Die Untersuchung der Keimbelastung von Geldscheinen aus verschiedenen Quellen.

Kein Grund zur Beunruhigung, aber…

Der römische Kaiser Vespasian sagte einst, dass Geld nicht stinkt („pecunia non olet“). Stimmt das? Tatsächlich ist das Geld in unseren Portemonnaies und Hosentaschen oft „schmutziger“ als so Mancher meint. Diese Studie beschreibt, dass Mikroorganismen sehr wohl auf Geldscheinen – auch über mehrere Tage – überleben können. Und zwar auch potentiell human-pathogene Keime, die insbesondere bei Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr zu Infekten führen können. Leider bedeutet es auch, dass sich Banknoten z.B. während Grippezeiten als vorzügliche Überträger erweisen, was sich speziell aus der erhöhten Keimbelastung der Banknoten aus dem Cash-out ableiten lässt. Andere Länder haben dieses Problem schon lange erkannt und beugen einem Keimwachstum auf den Banknoten vor. Ansonsten können wir nicht viel mehr tun, als regelmäßig die Hände zu desinfizieren. Entsprechende Desinfektionsgels gibt es in Supermarkt, Apotheke oder Drogerie zu kaufen.

In diesem Zusammenhang wäre es noch interessant, welche Organismen sich auf Kreditkarten etc. befinden. Bisher ließen sich hierfür jedoch keine freiwilligen Teilnehmer finden. Den Grund dafür können wir leider auch nur vermuten…

(jds, CCR)

Bildnachweis: Jürgen Fälchle / Fotolia.com
 
 
 
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