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Verstrahltes Trinkwasser?

 
Ausgabe 59/3. März 2016
ISSN 1613 - 9240
 
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Nicht in der EU! Seit 26. November 2015 wurde in Deutschland mit der 3. Novellierung der Trinkwasserverordnung entsprechenden EU-Forderungen der gesetzliche Rahmen gegeben. Seither sind die „Unternehmer oder sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage“ dazu verpflichtet, im Rahmen ihrer regelmäßigen chemischen und mikrobiologischen Trinkwasser-Untersuchungen auch die radioaktive Belastung zu analysieren.

Eine grundsätzliche Entwarnung vorweg: In Deutschland hat das Trinkwasser in der Regel keine allzu hohen radioaktiven Belastungen, egal ob natürlichen oder künstlichen Ursprungs. Eine erhöhte natürliche Belastung liegt nur in wenigen Regionen und Zeiträumen vor – je nach Geologie des Untergrunds. Dies belegt eine Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz aus dem Jahr 2009. Jedoch haben die Untersuchungen zur Studie gezeigt, dass die Schwankungsbreite der Konzentration natürlicher Radionuklide im Trinkwasser sehr groß ist und daher ein Bedarf für rechtsverbindliche Vorsorgemaßnahmen besteht.

Die überarbeitete Trinkwasserverordnung regelt Parameterwerte für Radon, Tritium und die Richtdosis einschließlich der Radonfolgeprodukte Blei-210 und Polonium-210. Für die Richtdosis werden zudem messbare Referenzkonzentrationen der dosisrelevanten Radionuklide für das Trinkwasser angegeben. Anlage 3 a der Novellierung regelt Parameterwerte, Untersuchungsstrategie, Untersuchungsstellen sowie Durchführung, Umfang und Häufigkeit der Untersuchungen. Sollte sich in Einzelfällen Handlungsbedarf herausstellen, dienen diese Regelungen als Grundlage für Maßnahmen zur Reduzierung der radioaktiven Stoffe.

Übergangsregelung für bestehende Anlagen

Bei Wasserversorgungsanlagen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Novellierung bereits bestanden, gibt es eine Übergangsregelung: Die Unternehmer oder sonstigen Inhaber einer Wasserversorgungsanlage haben Zeit bis 26. November 2019. Bis dahin müssen sie die geforderte Erstuntersuchung spätestens durchgeführt haben.

Da es in Deutschland eine regelmäßige behördliche Überwachung der künstlichen Radioaktivität in der Umwelt gibt, sind Untersuchungen des Trinkwassers im Hinblick auf Radionuklide künstlichen Ursprungs in der Regel nicht erforderlich. Radionuklide können durch den Umgang mit entsprechenden Stoffen in Medizin, Forschung und Technik sowie durch die Nutzung von Atomenergie unkontrolliert freigesetzt werden. Eine entsprechende Untersuchung muss nur auf Verlangen der Behörden erfolgen.

Die 3. Novellierung der Trinkwasserverordnung finden Sie hier

Weitere Informationen zum Thema gibt es beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, welches im Jahr 2012 einen Leitfaden zur Untersuchung und Bewertung von Radioaktivität im Trinkwasser

(ro)

Bildnachweis: Fotolia
 
 
 
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