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Mikroplastik in der Nahrung

 
Ausgabe 59/3. März 2016
ISSN 1613 - 9240
 
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  Neue Norm für Cook & Chill
  Mikroplastik in der Nahrung
  Verstrahltes Trinkwasser?
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  Gemex: Innovative Technik gegen Mäuse und Ratten
  Gute Frage!
  Gesandra klugscheißert …
   
   
Der Verbrauch an Plastikmaterialien ist in den letzten Jahrzehnten weltweit drastisch gestiegen. Trotz Recycling gelangen jährlich Millionen Tonnen Kunststoffe in unsere Umwelt. Dort werden sie nicht abgebaut, sondern wandern stark zerkleinert als Mikroplastik wieder zurück in die Nahrungskette. Ein Risiko für unsere Lebensmittel, das bislang kaum beachtet wird.

Weltmeere überflutet

Jährlich verschmutzen bis zu 30 Millionen Tonnen Plastik die Ozeane dieser Welt, Tendenz steigend. Viele Millionen Meerestiere und Seevögel verenden kläglich an diesen Abfällen, die extrem langlebig und nicht biologisch abbaubar sind. Kunststoffe verwittern nämlich nur und werden durch Sonnenlicht, UV-Strahlen, Wind, Wellen und Strömung zu winzigen Plastikteilchen zerkleinert, dem sogenannten Mikroplastik, von dem man bei einer Teilchengröße von maximal fünf Millimetern spricht. Da es nicht abgebaut wird, reichert es sich in der Umwelt an. Auch auf direktem Weg gelangt Mikroplastik in unsere Umwelt: Als Zusätze in Kosmetikprodukten wie Peelings oder Zahnpasta, beim Waschen von Textilien wie Fleece-Kleidung oder durch Kunststoffwachse, zum Beispiel in Autowaschanlagen, werden die kleinen Kunststoffteilchen direkt in unsere Gewässer geschwemmt. In den Kläranlagen werden sie nicht entfernt.

Zurück in die Nahrungskette

Wissenschaftler warnen längst vor dem Problem, denn das Mikroplastik gelangt nicht nur in alle Weltmeere, sondern auch wieder zurück in unsere Nahrungskette. Eine aktuelle Studie des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) wies beispielsweise in bis zu 30 Prozent der untersuchten Makrelen Mikroplastikpartikel nach, vermutlich da die Fische die kleinen Plastikteilchen mit natürlicher Beute verwechseln. Auch Strandschnecken fressen beim Abgrasen von Algenteppichen den Kunststoff einfach mit und dienen dann anderen Tieren wieder als Nahrung. Auch weitere Studien zeigen: Mikroplastikpartikel lassen sich bereits heute in vielen Tierarten nachweisen – auch in Tierarten, die auf unserem Speiseplan stehen. Die genauen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt sind noch unklar.

Bekannt ist, dass die sich zersetzenden Kunststoffe giftige Substanzen an die Umwelt abgeben können, zum Beispiel Weichmacher und Flammschutzmittel, die teilweise hormonell wirken. Mikroplastik bindet aber auch toxische Schadstoffe an seiner Oberfläche, die sich bereits in den Gewässern befinden, was zu einer weiteren Anreicherung dieser Gifte in der Nahrungskette führen könnte. Viele Risiken also, deren Ausmaß erst langsam erforscht wird und noch weiter erforscht werden muss. Man muss aber kein Prophet sein, um heute schon zu erkennen, dass in Sachen „Plastik“ ein generelles Umdenken vonnöten ist.

Weitere Informationen:
Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI)

Umweltbundesamt (UBA)

(js)

Bildnachweis: Fotolia
 
 
 
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