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Gleichberechtigung für Herrentoiletten!

 
Ausgabe 58/3. Dezember 2015
ISSN 1613 - 9240
 
  Heute im Newsletter
   
  Bakterienschleuder Abwassersystem
  Kommen Ratten aus der Toilette?
  Sauberkeit von Luftleitungen: Forderungen jetzt amtlich!
  Warum auch Herrentoiletten Hygienebehälter brauchen
  Papier ist nicht geduldig
  Gute Frage!
  Gesandra glaubt …
   
   
Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. fordert es schon lange, es gibt sogar eine eigene Initiative und darüber hinaus hat es auch der Gesetzgeber 2013 in einer Richtlinie gefordert: Hygienebehälter in Herrentoiletten. Dennoch sind sie immer noch eine Seltenheit.

In Frauentoiletten sind Hygienebehälter selbstverständlich, in Herrentoiletten leider immer noch unüblich. Was Frauen betrifft, scheint es ganz klar zu sein: Um Hygieneartikel wie Tampons oder Binden entsorgen zu können, benötigt man einen Mülleimer. Daher findet sich auch in fast jeder Frauentoilette ein passender Behälter. Oft wird allerdings vergessen, dass dieser auch zur Entsorgung von Windeln oder Vorlagen benötigt wird, wie sie Menschen mit Inkontinenz tragen müssen. Und davon sind natürlich nicht nur Frauen betroffen.

Mehr als 5 Mio. betroffene Männer

Laut der „Initiative für Hygienebehälter in Herrentoiletten“ leiden mehr als fünf Millionen der deutschen Männer an einer Harninkontinenz. Das sind über zwölf Prozent. Für viele ist es die Folge einer Prostata-Operation, der mit Abstand häufigsten Krebsart in Deutschland beim männlichen Geschlecht. Tabuisiert wird das Thema Inkontinenz bei Männern wie bei Frauen. Dennoch haben die Frauen einen entscheidenden Vorteil: Sie können ihre Vorlagen meistens problemlos in öffentlichen Toiletten entsorgen. Dadurch haben sie weniger Schwierigkeiten, trotz Inkontinenz am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Männer dagegen haben es bei einer Erkrankung aufgrund fehlender Entsorgungsmöglichkeiten schwerer. Alltägliche Dinge erledigen, Hobbies nachgehen oder Freunde treffen wird dadurch zur Herausforderung. Das stellt für viele eine hohe körperliche sowie psychische Belastung dar.

Richtlinie existiert bereits

Es gründete sich daher bereits eine „Initiative für Hygienebehälter in Männertoiletten“, die vom Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. unterstützt wird und mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband e.V. (Dehoga) zusammenarbeitet. Seit 2013 existiert auch eine Richtlinie des Gesetzgebers, die fordert: „In von Männern genutzten Toilettenräumen ist mindestens ein Hygienebehälter mit Deckel in einer gekennzeichneten Toilettenzelle bereitzustellen.“ (09/13, Technische Regeln für Arbeitsstätten, Sanitärräume, ASR A 4.1, Punkt 5.4, Absatz 1).

Nach und nach ziehen einige Einrichtungen mit, darunter Krankenhäuser, Gastronomiebetriebe und Hotels. Dennoch ist es leider immer noch keine Selbstverständlichkeit, entsprechende Entsorgungsmöglichkeiten in Männertoiletten zu finden. Doch gerade das wäre so wichtig, denn eine sichere und diskrete Entsorgung von Hygieneartikeln hilft, mit dem Thema Blasenschwäche zumindest ein Stück gelassener umgehen zu können.

(ie)

Bildnachweis: Sanipod
 
 
 
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