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Bakterienschleuder Abwassersystem

 
Ausgabe 58/3. Dezember 2015
ISSN 1613 - 9240
 
  Heute im Newsletter
   
  Bakterienschleuder Abwassersystem
  Kommen Ratten aus der Toilette?
  Sauberkeit von Luftleitungen: Forderungen jetzt amtlich!
  Warum auch Herrentoiletten Hygienebehälter brauchen
  Papier ist nicht geduldig
  Gute Frage!
  Gesandra glaubt …
   
   
Fachkreise registrieren immer häufiger gravierende und langwierige Ausbrüche von Infektionsepidemien, verursacht durch antibiotikaresistente Erreger wie z. B. Pseudomonas aeruginosa, Legionellen oder coliforme Bakterien. Zeitaufwändige Ursachenermittlungen haben in diesen Fällen immer das Abwassersystem als Infektionsquelle ermittelt. Spätestens an dieser Stelle stutzen viele. Nach Trinkwassersystem und Verdunstungskühlanlagen jetzt auch noch das Abwassersystem als mögliche Gefährdungsquelle?

Durch die Forderungen der Trinkwasserverordnung und die Legionellen-Vorfälle in Ulm und Warstein sind in den letzten Jahren ausführliche Präventionsstrategien für das Trinkwassersystem und Verdunstungskühlanlagen erarbeitet worden. Die Umsetzung dieser Forderungen in der Praxis erreicht eine immer größere Durchdringung und somit eine immer größere Sicherheit für die Bevölkerung.

Antibiotikaresistente Keime in Siphons

Das Abwassersystem dagegen hatte bis jetzt fast niemand im Fokus. Dadurch konnten und können sich diese Bakterien über lange Jahre unter idealen Bedingungen vermehren. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass sie über unterschiedliche Mechanismen Antibiotikaresistenzen austauschen können. Die ungehinderte Vermehrung im Abwassersystem führt dazu, dass bereits in nicht sichtbaren Tröpfchen eine enorm hohe Bakterienkonzentration vorherrscht. Siphons von Waschbecken, Toiletten, Duschabläufen sind dabei die Quellen. Die Übertragung erfolgt z. B. über die Hände; sogar Handschuhe, die auf Waschbecken gelagert werden, sind Übertragungsmedien. Die Antibiotikaresistenz gestaltet den Heilungsprozess – gerade bei immungeschwächten Personen – sehr schwierig. Und die hygienische Sanierung des kompletten Abwassersystems ist ebenfalls eine lang andauernde Maßnahme.

Augenmerk auf das Gesamtsystem!

Um diesen Aspekten Rechnung zu tragen und solchen kostenintensiven, langwierigen und stark gesundheitsgefährdenden Infektionsepidemien entgegenzuwirken, empfiehlt Prof. Dr. Dr. h. c. Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn, eine Betrachtung des Gesamtsystems der Wasserinstallation inklusive der Sanitärhygiene. Hier sollte der Water Safety Plan der Weltgesundheitsorganisation WHO berücksichtigt und umgesetzt werden.

Quelle: Management & Krankenhaus kompakt, Ausgabe 4/2015

(Ro)

Bildnachweis: Fotolia
 
 
 
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