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Verbreitung von Listerien durch Schuhe

 
Ausgabe 56/3. Juni 2015
ISSN 1613 - 9240
 
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  Verbreitung von Listerien durch Schuhe
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Wiener Toiletten standen im Mittelpunkt einer aktuellen Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Die Forscher/innen untersuchten 224 öffentliche Klosetts in der österreichischen Hauptstadt auf den Lebensmittelkeim Listeria monocytogenes. Ihre Ergebnisse sind auch für Lebensmittelbetriebe interessant, da sie Aufschluss über die Verbreitungswege des Erregers geben.

Toiletten als Hygiene-Hotspots

Das Bakterium Listeria monocytogenes ist ein sogenannter Umweltkeim. Über Lebensmittel übertragbar, kann es beim Menschen schwerwiegende Erkrankungen auslösen. Der Keim ist angepasst und äußerst widerstandsfähig. Aus früheren Studien an der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni Vienna) ist bekannt, dass ländliche Gebiete stärker mit Listerien belastet sind als Städte. Dagmar Schoder, Leiterin der Forschungsgruppe „Globale Lebensmittelsicherheit“ an der Vetmeduni Vienna, untersuchte nun jene Orte in Wien, an denen besonders viele Menschen verkehren. „Städtische Sanitäranlagen sind aus mikrobiologischer Sicht besonders spannende Orte“, meint Schoder. „Beim Toilettenbesuch werden über die Schuhe vielerlei Keime durch die WC-Anlagen geschleust. Um zu verstehen, wie sich Listerien verbreiten und wie belastet der städtische Raum eigentlich ist, haben wir Toilettenböden und Schuhsohlen von Passantinnen und Passanten auf Listerien untersucht.“

Verschleppung durch Schuhe

Insgesamt fanden die Wissenschaftler/innen das Bakterium Listeria monocytogenes in zwei Prozent aller Toilettenproben. Auffallend hoch war die Rate in WCs von Parkanlagen, mobilen Containertoiletten sowie in Toiletten auf Lebensmittel- und Christbaummärkten. Die Forscher/innen erklären Letzteres dadurch, dass die Märkte häufig von landwirtschaftlichen Betrieben beliefert werden. Da Listerien auf dem Land tendenziell besser überleben, kommen sie dort auch vermehrt vor und gelangen mit den Menschen über die Schuhe in die Stadt. Bei den untersuchten Schuhen ergab die Studie, dass Listerien umso häufiger nachgewiesen wurden, je tiefer das Profil war. Auf flachen Schuhsohlen gab es seltener Keime.

Erkenntnisse für die Lebensmittelwirtschaft

Die Untersuchung ist auch für lebensmittelverarbeitende Betriebe interessant, da sie verdeutlicht, dass über die Schuhe gefährliche Keime in den Betrieb eingetragen werden können. Es sollten daher keinesfalls Personen in Straßenschuhen den Betrieb betreten. Dies gilt für das eigene Personal genauso wie für die Mitarbeiter/innen von Lieferanten und Dienstleistern, außerdem für Handwerker/innen und sonstige Besucher/innen. Arbeitsschuhe müssen unbedingt regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden, einschließlich der Schuhsohlen. In diesem Zusammenhang sind – je nach Betriebstyp – Anlagen zur Schuhdesinfektion sinnvoll und notwendig.

Quelle: Vetmeduni Vienna

(js)

Bildnachweis: Fotolia/DenisNata
 
 
 
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