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Ausgabe 55/5. März 2015
ISSN 1613 - 9240
 
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Seit kurzem ist die Allergenkennzeichnung auch bei unverpackten Lebensmitteln vorgeschrieben. Müssen dabei bestimmte Allergene, zum Beispiel Weizen oder Mandeln, konkret benannt werden, oder reicht es, die Sammelbegriffe „glutenhaltiges Getreide“ bzw. „Schalenfrüchte“ zu verwenden?

Die Antwort in aller Kürze: Bestimmte Allergene müssen namentlich benannt werden. Die Sammelbegriffe sind daher bei glutenhaltigem Getreide und Schalenfrüchten nicht ausreichend. Vielmehr sind die einzelnen Sorten zu deklarieren.

Dies ergibt sich aus Artikel 21 der EU-Verordnung Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel (LMIV) [PDF]. Demzufolge müssen die Angaben zu den Allergenen „unter genauer Bezugnahme auf die in Anhang II aufgeführte Bezeichnung des Stoffes oder Erzeugnisses“ erfolgen.
In diesem Anhang II wiederum ist aufgeführt:
  • Glutenhaltiges Getreide, namentlich Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Kamut oder Hybridstämme davon

  • Schalenfrüchte, namentlich Mandeln (Amygdalus communis L.), Haselnüsse (Corylus avellana), Walnüsse (Juglans regia), Kaschunüsse (Anacardium occidentale), Pecannüsse (Carya illinoiesis (Wangenh.) K. Koch), Paranüsse (Bertholletia excelsa), Pistazien (Pistacia vera), Macadamia- oder Queenslandnüsse (Macadamia ternifolia)
Aus den zuständigen Ministerien war aktuell zu vernehmen, dass hier ausschließlich die LMIV greife und keine abweichenden nationalen Regelungen erforderlich oder geplant seien. Aus der Sicht der betroffenen Allergiker ist eine Differenzierung der einzelnen Sorten durchaus sinnvoll: Der Weizen-Allergiker muss zum Beispiel nicht alle glutenhaltigen Getreidesorten meiden, und der Haselnuss-Allergiker kann eventuell Walnüsse problemlos essen. Für die betroffenen Lebensmittelbetriebe bedeutet die differenzierte Nennung der einzelnen Sorten jedoch noch mehr Aufwand.

Bleibt nun zu hoffen, dass kein Behördenvertreter die LMIV allzu pingelig interpretiert. Denn wenn man Artikel 21 streng auslegt, sollten wohl sogar die lateinischen Bezeichnungen der einzelnen Schalenfruchtarten mit aufgeführt werden, wie auch in Anhang II geschehen. Und Cashewnüsse haben Kaschunüsse zu heißen. Na dann: Mahlzeit!

Haben auch Sie eine gute Frage? Wir freuen uns über Ihre Zuschrift an redaktion(at)gesa.de.

(js)

Bildnachweis: Fotolia
 
 
 
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