Ausgabe 46 / 06. Dez. 2012 | ISSN 1613 - 9240

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Inhaltsverzeichnis
BRANCHEN-NEWS
»  Noroviren ohne Ende
»  Lüften im Büro – klar geregelt
»  Gefahr durch Weihwasser

AUS DER Gesa HYGIENE-GRUPPE
»  Service-Qualität von Gesec jetzt durch TÜV bestätigt

DIENSTLEISTUNGEN UND PRODUKTE
»  Zeiträuber HACCP & Co.?
Audit deckt Fehler im System auf!

MEDIEN-TIPP
»  Lebensmittel spenden: Rechtssicherheit durch neuen Leitfaden

gesandra
»  Gesandra weiß…

BRANCHEN-NEWS
Noroviren ohne Ende

 
Nach der EHEC-Krise 2011 gab es in Deutschland auch in diesem Jahr wieder einen großen, durch Lebensmittel verursachten Erkrankungsausbruch. Über 11.000 Kinder und Jugendliche litten im Spätsommer an heftigen Magen-Darm-Infektionen, die vermutlich durch Noroviren in kontaminierten chinesischen Tiefkühl-Erdbeeren hervorgerufen worden waren. Glücklicherweise verliefen die Infektionen vergleichsweise milde und der Fall konnte schnell aufgeklärt werden. Doch wer glaubt, die Gefahr sei nun gebannt, der irrt: Noroviren treten vor allem jetzt, in der kalten Jahreszeit, gehäuft auf und gehören weltweit zu den häufigsten Durchfallerregern. 
 
Gründliches Händewaschen, Maßnahmen der persönlichen Hygiene und im Umgang mit Lebensmitteln können jedoch schützen. 

Das Problem: Noroviren sind hoch ansteckend und schon wenige Viruspartikel reichen für eine Infektion aus. Außerdem sind die Erreger äußerst stabil in der Umwelt, weshalb eine Übertragung über Lebensmittel und auch von Mensch zu Mensch sehr häufig vorkommt. Die Erkrankung verläuft nach einer Inkubationszeit von ein bis zwei Tagen meist kurz und heftig mit einer typischen Magen-Darm-Symptomatik, die ebenfalls ein bis zwei Tage andauert. Auch nach Abklingen der Beschwerden bleibt man noch für einige Zeit infektiös. 

Da eine Impfung nicht zur Verfügung steht, ist die Vorbeugung die Methode der Wahl im Kampf gegen die Noroviren. Dazu gehören in allererster Linie eine gute Händehygiene und das Einhalten der allgemeinen Hygieneregeln im Umgang mit Lebensmitteln. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Informationen und Schutzmaßnahmen kurz und verständlich zusammengefasst. 

Weitere Informationen: 

(js)


Lüften im Büro – klar geregelt

 
Wenn auch der Trend in den vergangenen Jahren immer mehr in Richtung künstliche Belüftung ging: Es gibt immer noch genügend Verwaltungs- und andere Geschäftsräume, die manuell belüftet werden. Teilen sich mehrere Mitarbeiter ein Büro, ist das Lüften des Arbeitsraumes ein häufiger Zankapfel. Dem einen ist es zu stickig, dem anderen zieht es, dem Dritten ist es zu kalt und dem Vierten ist die Luft zu trocken. 
 
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat zu diesem Thema jetzt ihren Forschungsbericht „Lüftungsregeln für freie Lüftung“ veröffentlicht.

Der Bericht zeigt auf, dass eine optimale Belüftung sogar berechnet werden kann. Die zuständige Arbeitsgruppe hat der zu erarbeitenden technischen Regel für Arbeitsstätten eine wissenschaftliche Grundlage gegeben: So wurden in der Praxis in einem sogenannten Feldversuch Spaltlüftung, Stoßlüftung und eine Kombination aus beiden Lüftungsarten in einem Büro im Winter untersucht. Das Ergebnis: Handlungsempfehlungen, in die Außentemperatur und Windstärke mit einfließen. 

Die Ratschläge zur Lüftung wurden nicht nur unter der Perspektive des Wohlfühlens der Raumnutzer zusammengefasst, sondern auch unter dem Gesichtspunkt der Energieeinsparung. Außerdem fanden die Wissenschaftler heraus, dass die aus Laborversuchen bekannten Grenzen für die thermische Behaglichkeit auch für das normale Büro gelten.

Der Forschungsbericht „Lüftungsregeln für freie Lüftung“ steht kostenlos als Download zur Verfügung. 

(ro)


Gefahr durch Weihwasser

 
Auch wenn „Heilig“ und „Heilung“ denselben Wortstamm haben, muss das nichts heißen. Zumindest nicht beim Weihwasser: Es kann durchaus Krankheiten verursachen, wie der Hygienerechtler Professor Hubert Weiß von der Universität Würzburg feststellte. Dies betrifft vor allem die Becken in Krankenhauskapellen. „Besorgniserregende“ Befunde brachten Tests für 60 der Proben hervor, welche in den Jahren 2010 und 2011 aus dem Inhalt von Weihwasserbecken in insgesamt elf Krankenhäusern entnommen wurden. 
 
Enterobacter cloacae, Staphylococcus, Klebsiella, Enterococcus und verschiedene Pseudomonas-Typen sind nur einige der Keime, die Weiß bei seinen mikroskopisch-parasitologisch und mikrobiologischen Untersuchungen nachweisen konnte. Dabei handelt es sich zwar um Bakterien, die auch in unserer normalen Umgebung zu finden sind, aber gerade für Patienten mit geschwächtem Immunsystem könnten auch diese gefährlich werden. Sie können Krankheiten wie Harnwegsinfekte, Atemwegsentzündungen oder Sepsis verursachen. Weitere Tests ergaben, dass viele dieser potenziellen Krankheitserreger gegen Antibiotika resistent sind. Immerhin wurden in keiner Probe die gefährlichen Bakterien des Typs Staphylococcus aureus gefunden.

Das Hygiene-Management in Krankenhäusern sollte aber nach Ansicht der Wissenschaftler trotzdem die mögliche Keimquelle „Weihwasserbecken“ in die ständigen Kontrollen einbeziehen.  


(ie)
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AUS DER Gesa HYGIENE-GRUPPE
Service-Qualität von Gesec jetzt durch TÜV bestätigt

 
Der Fachverband Gebäude-Klima e.V. (FGK) hat im Frühjahr eine TÜV-Zertifizierung für die Einhaltung aktueller Mindest-Qualitätsstandards im Bereich Hygiene in raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) eingeführt. Gesec wurde im Zertifizierungs-Audit am 11.September 2012 mit der Erteilung des Zertifikats die Einhaltung aller geforderten Qualitätsparameter bestätigt. Basis der Zertifizierung ist die Erfüllung der Forderungen der VDI 6022 und anderer relevanter Normen und Richtlinien.
 
Die neu eingeführte TÜV-Zertifizierung baut auf den bis Ende 2011 gültigen Ehrenkodex des FGK auf. Die Einhaltung dieses Anforderungskataloges war nur freiwillig und wurde durch die teilnehmenden Unternehmen lediglich schriftlich bestätigt. 

Das TÜV-Zertifikat FGK-QM-01 hingegen, das nach einem von TÜV-Inspektoren durchgeführten Audit vergeben wird, macht das Einhalten der Qualität transparent, nachvollziehbar und vergleichbar. Es bietet öffentlichen wie privaten Auftraggebern eine wichtige Orientierung bei der Auswahl des Dienstleisters. Neben der Einhaltung einschlägiger Gesetze, Normen und Richtlinien werden Qualitätsmerkmale wie geeignetes Spezialwerkzeug, ordnungsgemäß kalibrierte Messgeräte, Vorhandensein von Betriebsanweisungen und Sicherheitsdatenblättern etc. vorausgesetzt und überprüft.

Gesec wurde in den drei Bereichen Wasserhygiene, Reinigung raumlufttechnischer Anlagen und Küchenabluftanlagen zertifiziert. 

(ro)
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DIENSTLEISTUNGEN UND PRODUKTE
Zeiträuber HACCP & Co.?
Audit deckt Fehler im System auf!


Inzwischen weiß vermutlich jeder Lebensmittelunternehmer, dass Lebensmittelbetriebe gemäß Artikel 5 der EU-Verordnung Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene ständige Verfahren auf der Basis der HACCP-Prinzipien einführen und umsetzen müssen. Ein solches HACCP-Konzept dient - richtig angewandt - der Erhöhung der Lebensmittelsicherheit und wird in den meisten Betrieben durch ein Hygienemanagement-System ergänzt. Doch viele dieser Konzepte sind zum Papiertiger mutiert, ohne in der Praxis den gewünschten Effekt zu bringen. Die Mitarbeiter schreiben sich die Finger wund, aber bringen die Formulare, Pläne und Arbeitsanweisungen wirklich etwas? Darüber gibt ein Systemaudit durch Gecos Hygiene + Consulting Aufschluss. 
 
Die erfahrenen Experten der Gecos berücksichtigen bei ihrem Audit nicht nur den theoretischen Aufbau eines betrieblichen HACCP- oder Hygiene- und Qualitätsmanagement-Konzeptes, denn Papier ist ja bekanntlich geduldig. Neben der Einhaltung der formalen Anforderungen an ein solches System wird daher auch überprüft, ob es von den Mitarbeitern in der täglichen Praxis ausreichend „gelebt“ wird und wie wirkungsvoll die bislang durchgeführten Eigenkontrollen tatsächlich sind.
 
Zur Vorbereitung eines Systemaudits werden zunächst die vorhandenen Dokumente eingesehen. Nach einer ausgiebigen Besichtigung der Abläufe vor Ort wird dann geprüft, inwieweit das betriebliche Hygiene-Konzept den Anforderungen entspricht bzw. wo noch Lücken vorhanden sind. Auch die definierten CCP, Grenzwerte und Korrekturmaßnahmen werden auf ihre Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft. Abgerundet wird das Systemaudit durch Gespräche mit den zuständigen Mitarbeitern. Eventuell vorhandene Schwachstellen und konkrete, praxisnahe Verbesserungsvorschläge werden schließlich in einem aussagekräftigen Bericht zusammengefasst und auf Wunsch wird bei der Überarbeitung der HACCP-Dokumentation weitere Unterstützung gegeben. Damit Ihr HACCP- und Hygienemanagement-System mehr Nutzen bringt als nur beschriebenes Papier. 

Noch Fragen? Bitte kommen Sie auf uns zu!
Ihre Ansprechpartnerin: Jutta Schedler, Diplom-Biologin
E-Mail jutta.schedler(at)gesa.de, Telefon 0821/455 411-0

(js)
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MEDIEN-TIPP
Lebensmittel spenden: Rechtssicherheit durch neuen Leitfaden

 
Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jährlich auf dem Müll. Industrie, Handel, Großverbraucher und Privathaushalte entsorgen dabei oft auch Produkte, die noch einwandfrei sind und gut für den menschlichen Verzehr geeignet wären. Lebensmittel also, die wir aus Gründen der Ethik und der Nachhaltigkeit noch sinnvoll nutzen könnten, anstatt sie teuer zu entsorgen, beispielsweise durch Abgabe an soziale Einrichtungen. 

Doch viele Betriebe der Lebensmittelwirtschaft zögern bislang, Lebensmittel an Tafeln oder andere karitative Organisationen zu spenden, oft aus Sorge um Produkthaftung oder Hygiene. Hier sorgt nun ein Leitfaden für mehr Sicherheit, den das Bundesverbraucherministerium (BMELV) unlängst herausgegeben hat. 
 
Mit dem Ratgeber „Leitfaden für die Weitergabe von Lebensmitteln an soziale Einrichtungen – Rechtliche Aspekte“ erhalten sowohl Spender als auch Empfänger von Lebensmittelüberschüssen mehr Klarheit. Letztlich soll die Weitergabe von Lebensmitteln vereinfacht werden. Erläutert werden vor allem die rechtlichen Grundlagen, beispielsweise Fragen der Produkthaftung, Gewährleistung, Lebensmittelsicherheit und Rückverfolgbarkeit. Vielleicht besteht ja auch für Ihren Betrieb die Möglichkeit, Lebensmittel an Tafeln, Suppenküchen und ähnliche Organisationen zu spenden? 

Kostenloser Download: 

Weitere Informationen: 

(js)
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gesandra
Gesandra weiß…

… warum der Nikolaus die Stiefel (in den USA sind es die Socken) mit Geschenken füllt. Der Brauch geht auf eine englische Legende zurück, die besagt, dass der heilige Nikolaus einem armen Witwer und seinen drei Töchtern helfen wollte. Der Mann hatte kein Geld für eine Mitgift – und die Töchter damit keine Chance auf eine Heirat. Der Nikolaus hatte Mitleid und ließ nachts heimlich Goldklumpen durch den Kamin ins Haus fallen. Dort landeten sie in den zum Trocknen aufgehängten Socken. Daraus entwickelte sich schließlich der bei uns üblichere Brauch, am Nikolausabend Stiefel vor die Tür zu stellen. 
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Dieser Newsletter wird 4 x pro Jahr herausgegeben von:
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Redaktion und Text: Ingrid Erne, Thomas Kniep, Anja Rothmund, Jutta Schedler
Bildnachweis: fotolia
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Der nächste Newsletter erscheint Anfang März 2013.


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