Ausgabe 37 / 02.09.2010 | ISSN 1613 - 9240
Inhaltsverzeichnis
BRANCHEN-NEWS
»  Vorsicht bei küchenfertigen Salaten und Sprossen
»  Auf Nanosilber ganz verzichten
»  Kühlaggregate und Verdampfer richtig behandeln

AUS DER gesa HYGIENE-GRUPPE
» 
»  gesa Hygiene-Gruppe unterwegs

DIENSTLEISTUNGEN UND PRODUKTE
»  Hilfe! Heimchen!

MEDIEN-TIPP
»  LfU-Leitfaden: In RLT-Anlagen steckt Einsparpotenzial!

gesandra
»  Wo bitte geht's zum nächsten Klo?

BRANCHEN-NEWS
Vorsicht bei küchenfertigen Salaten und Sprossen

 

Aus der modernen Gemeinschaftsverpflegung sind fertige Salatmischungen und Sprossen kaum noch wegzudenken. Auch der private Endverbraucher setzt auf Bequemlichkeit und kauft das vermeintlich gesunde Grünzeug immer öfter vorgefertigt im Supermarkt: Beutel auf, Salat raus, fertig? Doch die küchenfertigen Salatmischungen aus der Tüte, die Tage zuvor geschnitten, gewaschen und verpackt wurden, gehören zu den leicht verderblichen Lebensmitteln. Sie können mit hohen Keimzahlen von Mikroorganismen belastet sein, häufig auch mit krankmachenden Keimen. Dies bestätigt nun eine aktuelle Information des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

 

Untersuchungen zur Keimbelastung, die das Institut im Jahr 2009 an Proben von fertig verpackten Sprossen und Keimlingen aus dem Einzelhandel durchführte, zeigten: Keime hatten sich bereits innerhalb von wenigen Tagen stark vermehrt. Die Produkte wiesen am Ende des Verbrauchsdatums eine überdurchschnittlich hohe Belastung auf. 2008 untersuchte das BfR küchenfertige Mischsalate aus dem Einzelhandel auf Listerienerreger. Fünf Prozent der Proben enthielten das krankmachende Bakterium Listeria monocytogenes, insbesondere Mischsalate mit Zusätzen von Weißkohl. Untersuchungen aus anderen Ländern belegen außerdem, dass Fertigsalate auch mit weiteren Krankheitserregern wie E. coli, Salmonellen, Hepatitis-A- oder Noroviren belastet sein können - ein Gesundheitsrisiko für den Verbraucher.

Welche Vorsichtsmaßnahmen sind also empfehlenswert? Der beste Schutz gegen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko durch den Rohverzehr von Salaten, Sprossen, Gemüse und Obst stellt nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse nach wie vor das gründliche Waschen mit Trinkwasser dar, so das BfR. gecos empfiehlt zudem, küchenfertige Salate unbedingt bei ausreichend niedrigen Temperaturen zu lagern (siehe Packungsaufdruck). Je nach Produkt und Hersteller sind das zwischen +4 und +7 Grad Celsius, die keinesfalls überschritten werden sollten. Werden Sie mit fertigen Salaten beliefert, ist eine ordnungsgemäße Wareneingangskontrolle einschließlich Temperaturmessung besonders wichtig. Im Supermarkt werden die Salate manchmal in Kühltheken angeboten, die viel zu warm sind. Von solch unsachgemäß gelagerten Produkten sollten Sie besser die Finger lassen und die Marktleitung informieren. Nach Ablauf des angegebenen Haltbarkeitsdatums sollten Salatmischungen, Keimlinge und Sprossen nicht mehr verwendet werden.

Quelle: Information Nr. 026/2010 des BfR vom 16.06.2010

(js)


Auf Nanosilber ganz verzichten

Das Edelmetall Silber besitzt eine keimhemmende Wirkung. Diese antimikrobiellen Eigenschaften macht sich die Industrie seit langem zunutze und treibt damit auch kräftig Werbung. So können Cremes Silbersalze als Konservierungsmittel enthalten und Kühlschränke oder Sportsocken sowie andere Textilien mit Silberverbindungen ausgerüstet sein, um das Wachstum von Keimen zu unterdrücken oder Geruchsbildung zu vermeiden. In jüngster Zeit werden dabei vermehrt sogenannte Nanosilberverbindungen eingesetzt. Aus Sicht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ist eine Bewertung der damit verbundenen gesundheitlichen Risiken derzeit aber noch nicht abschließend möglich. Daher empfiehlt das Institut, auf die Verwendung von Nanosilber in Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs ganz zu verzichten, bis deren gesundheitliche Unbedenklichkeit feststeht.

Unter Nanopartikeln werden Teilchen mit einem Durchmesser von weniger als 100 Nanometern (nm) verstanden. Diese haben andere physikalische Eigenschaften als größere Teilchen des gleichen Stoffes. Ihre besonderen Eigenschaften machen Nanomaterialien für unterschiedliche Einsatzbereiche interessant. Dabei ist jedoch längst nicht abschließend geklärt, ob sich ihre toxikologischen Eigenschaften ändern und sie möglicherweise zum Gesundheitsrisiko für Verbraucher werden können. Das BfR sieht erheblichen Forschungsbedarf im Zusammenhang mit der Verwendung von Nanosilber als antimikrobiell wirkendem Material. Bis zur Klärung grundlegender Fragen und einer abschließenden Sicherheitsbewertung rät das Institut daher den Herstellern, in verbrauchernahen Produkten keine nanoskaligen Silberverbindungen einzusetzen. Das BfR gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). In seiner wissenschaftlichen Bewertung und Forschung ist es unabhängig.

Quelle: Stellungnahme Nr. 024/2010 des BfR vom 28.12.2009

(js)


Kühlaggregate und Verdampfer richtig behandeln

 

Kühleinrichtungen wie Kühlschränke, Kühlhäuser etc. funktionieren nur mit Hilfe von Kühlmitteln - Stoffe, die der Gesundheit und der Umwelt schaden können. Im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) wurde deshalb in der Vergangenheit der Umgang mit Kühleinrichtungen und Verdampfern einschließlich Kühlmitteln geregelt: Nach § 19 I WHG durften ausschließlich Fachbetriebe Anlagen einbauen, aufstellen, instand halten und reinigen. Das galt auch für Kühlaggregate etwa im Speisenausgabebereich von Großküchen. Verstöße wurden mit Strafen bis zu 50.000 Euro geahndet. Nun wurde das WHG überarbeitet. Welche Auswirkungen hat die Novellierung in diesem Bereich?

 

Seit dem 1. März 2010 gilt das neue WHG vom 31. Juli 2009. Eine wesentliche Änderung ist, dass die Anforderungen an Fachbetriebe nicht mehr im Gesetz, sondern in einer zukünftigen Verordnung geregelt werden: der so genannten "Verordnung zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen VUmwS". Ferner werden auch die Anforderungen an Anlagen künftig nicht mehr in bundesspezifischen VAwS (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbetriebe) geregelt, sondern ebenfalls in der bundeseinheitlichen VUmwS. Bis diese in Kraft tritt, gelten die bisherigen VAwS-Verordnungen der Länder. Die Betreiberpflichten in Punkto Wartung und Reinigung sowie der Fortbestand der bisherigen WHG-Fachbetriebe nach 19 l WHGALT sind in der Übergangsverordnung vom 31. März 2010 geregelt.

Die Übergangsverordnung definiert dieselben Voraussetzungen wie im bisherigen Wasserhaushaltsgesetz: Die Reinigung von Kühleinrichtungen und Verdampfern darf ausschließlich von Fachbetrieben gemäß WHG vorgenommen werden. Bisher geprüfte und bestätigte Fachbetriebe nach 19 l WHG behalten ihren Fachbetriebsstatus. Künftig werden sie jedoch nicht mehr als "Fachbetrieb nach 19 l WHG", sondern als "Fachbetrieb nach WHG" geführt.

(ro)
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AUS DER gesa HYGIENE-GRUPPE
 

Vorgestellt: Thomas Kniep

Seit dem 1. März 2010 verstärkt Thomas Kniep die gesa Hygiene-Gruppe als Gesamtverantwortlicher für den Vertrieb der gemex Hygiene + Vorratsschutz GmbH. In dieser Funktion ist er verantwortlich für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens durch die Formulierung und die Umsetzung von Konzepten und Strategien sowie das Besetzen neuer Märkte.

Thomas Kniep, der aus Niedersachsen stammt, ist 48 Jahre alt und seit fast 30 Jahren geschäftlich und privat in Bayern verwurzelt. Er hat nach einer kaufmännischen Ausbildung seinen Weg im Vertrieb und im Management einiger bekannter Unternehmen der Logistik und der Hygiene-Dienstleistung gemacht.

 

Einige bemerkenswerte Erfolge in kurzer Zeit und eine äußerst positive Kundenresonanz zeigen, dass sich mit Thomas Kniep und gemex die richtigen Partner gefunden haben: "Ich freue mich ganz besonders darüber, in einem mittelständischen, inhabergeführten Unternehmen angekommen zu sein, in dem die Zufriedenheit der Kunden und der Mitarbeiter wirklich das höchste Gut sind!" In der Freizeit sind nach seiner Familie die Berge und dort besonders das Gleitschirmfliegen seine größte Leidenschaft. Thomas Kniep ist erreichbar unter 0821 79015-200 und unter thomas.kniep(at)gesa.de.

(ie)


gesa Hygiene-Gruppe unterwegs

Auf zwei interessanten Tagungen präsentiert sich die gesa Hygiene-Gruppe im Herbst mit ihrem Leistungsangebot. Sie sind herzlich zur Teilnahme an diesen Veranstaltungen eingeladen. Wenn Sie sich unter dem Stichwort gesec, gesa oder gemex anmelden, erhalten Sie Vergünstigungen.

7. Fachsymposium Gebäude + Hygiene, 23./24. September 2010 in Karlsruhe
Veranstalter: Deutscher Fachverband für Luft- und Wasserhygiene e.V. Berlin (DFLW)
Forderungen der Weltgesundheitsorganisation WHO und ihre Auswirkungen auf die europäische und nationale Normung stehen im Mittelpunkt dieses Symposiums. Der Einfluss der Energieeinsparverordnung auf die Behaglichkeit in Räumen wird thematisiert, ebenso die rechtliche Situation von Anlagenerstellern und Betreibern von Trinkwasserversorgungs- und raumlufttechnischen Anlagen. Die Vorträge befassen sich u.a. mit Legionellose und mit Schimmelpilzen. Mehr Informationen unter: www.dflw.info

7. S&F-Symposium, 7./8. Oktober 2010 in Fürstenfeldbruck
Veranstalter: S&F-Consulting Modernes Verpflegungsmanagement GmbH
Hier geht es um Best Practises für die Individual-, Gemeinschafts- und Systemgastronomie. Vorträge und Erfahrungsberichte widmen sich den Bereichen effiziente Betriebsorganisation, dem Gesundheitsfaktor Verpflegung und dem Steuerrecht. Und nicht zuletzt heißt es: Regionalität und Frische versus Convenience. Mehr Informationen unter: www.sundf-consulting.de

(ie)
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DIENSTLEISTUNGEN UND PRODUKTE
Hilfe! Heimchen!

 

Was suchen Heimchen in der Papierherstellung? Ganz einfach: Die Langfühlerschrecken aus der Familie der Echten Grillen mögen es warm und feucht und sind Allesfresser. Sie ernähren sich nicht nur von Abfällen, Aas und Lebensmitteln, sondern auch von Materialien wie Textilien, Leder und eben auch Papier. Ein echter Materialschädling also bei massivem Befall - und um einen solchen handelte es sich bei dem Kunden, der die Spezialisten der gemex zu Hilfe rief.

 

Fast alle Bereiche des Werkes waren betroffen. Besonders in den Lager- und Produktionsbereichen mit hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit fanden die Heimchen ideale Bedingungen vor. Hier konnten sie sich kontinuierlich vermehren. Die Beseitigung von Brutplätzen und Wasserquellen war kaum möglich: Die spezifischen Produktionsbedingungen ließen dies nicht zu. Auch die Zuwanderung von außen war aufgrund der Lage inmitten der Natur nicht zu vermeiden. Spritzverfahren kamen nicht in Frage, weil dafür der Produktionsprozess hätte unterbrochen werden müssen.

In intensiver Abstimmung mit dem technischen Werksleiter fanden die gemex Techniker dennoch eine effiziente Lösung: Ausgebildete Schädlingsbekämpfer brachten Fraßgel direkt in die Schlupfwinkel der Heimchen aus - und zwar flächendeckend in geeigneten Vorrichtungen, um den Köder vor Feuchtigkeit und Staub zu schützen. Mehrere Behandlungen in definierten Zeitabständen waren dabei für den nachhaltigen Erfolg zwingend notwendig. Der große Vorteil dieser Bekämpfungsmethodik: Es sind weder Sperrungen noch Maschinenabschaltungen erforderlich. Sämtliche Lager- und Produktionsbereiche konnten während der Behandlung uneingeschränkt genutzt werden.

(tk/ie)
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MEDIEN-TIPP
LfU-Leitfaden: In RLT-Anlagen steckt Einsparpotenzial!

Raumlufttechnische (RLT-)Anlagen gelten als "Energiefresser". In Zeiten steigender Energiepreise sind daher Einsparmöglichkeiten bares Geld wert. Das Bayerische Landesamt für Umweltschutz (LfU) hat beispielhaft das CO2-Einsparpotenzial der vorhandenen RLT-Anlagen eines Unternehmens der Kunststoffindustrie untersucht. Das Ergebnis: 30 Prozent Energieeinsparung im Vergleich zum derzeitigen Verbrauch sind möglich! Die Einschätzung der Experten: In den meisten Betrieben, insbesondere solchen mit älteren RLT-Anlagen, dürfte ein ähnliches Ergebnis realisierbar sein.

Die Untersuchungsergebnisse sowie praxisbezogene Hinweise zur Übertragung auf andere Betriebe stellt das LfU in einem Leitfaden zum kostenlosen Download zur Verfügung: Minderung von CO2-Emissionen durch rationelle Energienutzung beim Einsatz raumlufttechnischer Anlagen.

(ro)
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gesandra
Wo bitte geht's zum nächsten Klo?

 

Das wollten Sie doch bestimmt auch schon mal ganz dringend wissen! Unterwegs mal "müssen" ist nun kein Problem mehr - vorausgesetzt, man hat per Smartphone oder anderweitig sofortigen Zugang zum Internet: www.lootogo.de heißt Deutschlands erste Klosuchmaschine. In den knapp drei Jahren ihres Bestehens wurden dort die Standorte von über 28.000 stillen Örtchen zusammengetragen und großteils auch bewertet.

 

Jeder kann eintragen, jeder kann bewerten, jeder kann suchen: kostenfrei, ohne Anmeldung und mit Standortkarte in Sekundenschnelle zu finden. Gesandra freut sich über diese rettende Idee, die auch als kostenlose App zu haben ist!

(ie)

Herzliche Grüße

Ihr Redaktionsteam
redaktion(at)gesa.de

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Impressum

Dieser Newsletter wird 4 x pro Jahr herausgegeben von:
gesa Hygiene-Gruppe Gubener Straße 32 86156 Augsburg
Telefon: 0821 79015-0 Fax: 0821 79015-399 E-Mail: redaktion(at)gesa.de
V.i.S.d.P.: Anja Rothmund
Redaktion und Text: Ingrid Erne, Thomas Kniep, Brigitte Megerle, Anja Rothmund, Jutta Schedler
Bildnachweis: fotolia
Impressum nach § 5 TMG
Der nächste Newsletter erscheint Anfang Dezember 2010.


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